Mi., 19.06.2019

Kommentar zu Antibiotika Weniger ist besser

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Von Bernhard Hertlein

Lang ist sie oft, die Liste zu Risiken und Nebenwirkungen auf den Beipackzetteln der Arzneimittel. Doch bei den Antibiotika fehlt ein wichtiger Punkt: Das sind die langfristigen Folgen für die Gesellschaft und für die Verbreitung von Krankheiten.

Doch selbst wenn sie da stünden: Würden sie gelesen? Würden sie beachtet? Dagegen steht neben dem verständlichen Egoismus des Kranken der Optimismus, die Forschung werde schon rechtzeitig neue wirksame Gegenmittel entwickeln.

Was aber, wenn nicht? Oder erst in ferner Zukunft? Schon heute und in der Zwischenzeit sterben Menschen, weil ihnen kein Antibiotikum mehr hilft.

Die Patientenschaft ist geteilt. Bei einigen ist das Vertrauen in die Arznei so groß, dass sie sogar bei einer Erkältung ein Antibiotikum verlangen oder, schlimmer, zu den Resten in der Hausapotheke greifen. Andererseits berichten Kinderärzte, dass Eltern selbst die sinnvolle und notwendige Verabreichung ablehnen.

Hier durch Information das richtige Maß herstellen, das kann keine Weltgesundheitsorganisation. Das müssen schon die Ärzte hier leisten.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6706975?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2269031%2F