Mi., 19.06.2019

Kommentar zur neuen Justizministerin Endlich Klarheit

Christine Lambrecht.

Christine Lambrecht. Foto: dpa

Von Stefan Vetter

Stell dir vor, im Bundeskabinett wird ein Posten frei, und keiner will ihn haben. Dieser öffentliche Eindruck herrschte im Fall des SPD-geführten Justizressorts vor. Der überraschende Rücktritt von Andrea Nahles als Parteichefin hatte offenkundig alle Personalplanungen bei den Genossen über den Haufen geworfen.

Seitdem steht erst recht in den Sternen, wie lange die Große Koalition überhaupt noch hält. Das macht auch einen neu zu vergebenen Ministerjob nicht gerade attraktiver. Schließlich könnte man ihn schon in wenigen Monaten wieder verlieren.

Christine Lambrecht, die nun für die Barley-Nachfolge ausgeguckt wurde, muss das eigentlich nicht kümmern. Sie ist bereits Parlamentarische Staatssekretärin, und durch ein vorzeitiges Ende der GroKo wäre auch damit vorzeitig Schluss. Bleibt abzuwarten, ob die gelernte Rechtsanwältin nun im Justizressort politische Akzente setzen kann. Betätigungsfelder gibt es reichlich. Angefangen ganz aktuell vom schrecklichen Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke bis hin zur geplanten Reform der Strafprozessordnung. Wegen der lange Zeit ungewissen Nachfolge ist im Justizressort viel liegen geblieben.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6706977?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2269031%2F