Kommentar zu Pflegekosten
Es wird noch viel teurer

Vielen Menschen wird ein Stein vom Herzen fallen: Endlich müssen sie nicht mehr befürchten, dass die Pflegebedürftigkeit von Vater oder Mutter die eigene finanzielle Lebensplanung zunichte macht. Die vom Bundeskabinett verabschiedete Neuregelung bedeutet auch, dass kein Pflegebedürftiger mehr ein schlechtes Gewissen haben muss, wenn er – teure – professionelle Hilfe in Anspruch nimmt. Keine Familie muss mehr ihren Urlaub streichen, weil die Heimkosten für Oma und Opa drücken. Angesichts der steigenden Zahl betagter und hochbetagter Menschen hat die Große Koalition hier eine wirklich gute Entscheidung getroffen.

Mittwoch, 14.08.2019, 21:30 Uhr aktualisiert: 14.08.2019, 22:02 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa
Symbolbild. Foto: dpa

Das bedeutet allerdings auch, dass die Staatskasse und die Sozialsysteme noch weiter strapaziert werden. Mehr Pflegebedürftige und der – berechtigte – Wunsch nach besserer Personalausstattung von Heimen und ambulanten Diensten treiben die Kosten in die Höhe. Machen wir uns nichts vor: Die werden über kurz oder lang noch viel stärker auf die Allgemeinheit umgelegt. Gute Pflege hat eben ihren Preis – und den müssen wir dann alle zahlen.

Kommentare

Hans Meier  schrieb: 14.08.2019 22:07
Überfällig
Wenn man irgendwas auf die Allgemeinheit umlegen kann, dann ja wohl Pflegekosten. Pflegebedürftig werden ja nun die meisten einmal. Und es ist nicht einzusehen, daß deren Kinder dafür zahlen sollen, denn für die Kinderlosen tritt ja auch der Staat ein. Und wenn man sich ansonsten die Sozialpolitik anguckt - Geld ist offenbar in Hülle und Fülle vorhanden.
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