Di., 10.09.2019

Kommentar zu DFL zahlt Polizeieinsatz Es bleibt spannend

Symbolfoto.

Symbolfoto. Foto: dpa

Von Oliver Kreth

Einsicht hat die Deutsche Fußball-Liga nicht getrieben. Sie zweifelt noch immer, dass das Begehren des Landes Bremen rechtens ist. Die DFL hat sich nur einen Aufschub verschafft, um sich juristisch weiter zu positionieren.

Letztlich geht es darum: Wer ist außerhalb des Stadions für die Sicherheit zuständig? Da scheint die Lage eigentlich klar zu sein – natürlich der Staat, also die Polizei. Wie es unter anderem ja auch bei Volksfesten und Musikveranstaltungen und ähnlichem der Fall ist.

Das Land Bremen sieht das auch nicht grundlegend anders. Nur im Fall von Risikospielen und dem damit notwendigen erhöhten Bedarf an Polizeikräften verschickte sie Gebührenbescheide. Übrigens weiterhin als einziges Bundesland.

Wobei sich sicher auch andere Länder gerne Teile ihrer Polizeieinsätze von den Fußball-Unternehmen mitfinanzieren lassen würden. Denn die Belastungsgrenze der verbeamteten Sicherheitskräfte ist vielfach erreicht oder überschritten. So musste etwa Ende August 2018 das Spiel zwischen Dresden und dem HSV abgesagt werden. Es fehlte schlicht Polizei, um gleichzeitig die Partie und eine geplante Großdemonstrationen von Rechtsextremen in Chemnitz sicherheitstechnisch zu betreuen.

Die DFL und das Land Bremen gehen jetzt juristisch in die Verlängerung. Klar ist eigentlich nur: Zwei Gewinner wird es nicht geben.

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