Fr., 13.09.2019

Kommentar zu GWD Minden Nicht reden, handeln

Die Kampa-Halle muss aus Brandschutzgründen geschlossen werden.

Die Kampa-Halle muss aus Brandschutzgründen geschlossen werden. Foto: Volker Krusche

Von Volker Krusche

Die Existenz des Profihandballs an der Weser ist bedroht. GWD Minden zählte als Grün-Weiß Dankersen zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga, erlebte in den Jahrzehnten viele Auf und Abs und stand schon einmal vor einem Scherbenhaufen. Hoch verschuldet schien gar die Auflösung des Hauptvereins ein Horrorszenario. Dank Horst »Hotti« Bredemeier wurde dies aber abgewendet. Allerdings musste der Profibereich über viele Jahre die Schulden abbauen, kann aber inzwischen finanziell wieder frei atmen.

Nun macht sich die Angst erneut breit , die Existenzgrundlage zu verlieren. Die Kampa-Halle steht vor der Schließung. Es sei denn, es wird viel Geld in die Hand genommen, um das Innenleben des alten Kastens wieder flott zu machen. Zu viel (Steuer-)Geld, denn der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Bau der geplanten Multifunktionshalle. Kurios nur, dass keiner derjenige sein will, der bei der Entscheidung auf die Bremse tritt. Spätestens jetzt, wo Minden Gefahr läuft, sein sportliches Aushängeschild zu verlieren, ist es dringend erforderlich, dass sich alle drei Parteien, Stadt, Kreis und Wirtschaft, an einen Tisch setzen, sich klar positionieren, die Größenordnung ihres finanziellen Zutuns auf den Tisch legen – und das längst Nötige endlich und zügig auf den Weg bringen.

Sonst sind alle Verlierer: die Stadt, Kreis und Wirtschaft. Vor allen Dingen aber die Menschen im Mindener Land.

 

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