Mi., 09.10.2019

Kommentar zum schnellen Handynetz Vorsicht!

Ein Aufsteller »5G« ist in der 5G Arena auf der Hannover Messe zu sehen.

Ein Aufsteller »5G« ist in der 5G Arena auf der Hannover Messe zu sehen. Foto: dpa

Von Detlef Drewes

In der digitalen Wunderwelt von morgen spielen technische und politische Gefahren bisher kaum eine Rolle. Selbstfahrende Autos, hochmoderne Tele-Medizin, die Logistik von Gütern – all das braucht hingegen ein Hochgeschwindigkeits-Internet, das nicht nur reibungslos funktionieren muss, sondern auch sicher sein sollte. Als die USA vor den Risiken warnten, wenn das chinesische Huawei-Unternehmen den Zuschlag für den Aufbau des Netzes in der EU bekommen sollte, wollte Europa zunächst wenig davon hören. Das hat sich inzwischen geändert. Denn mehr und mehr begreifen auch die digitalen Planer in Brüssel, dass ein 5G-Netz aus chinesischer Herstellung eben auch Hintertüren enthalten könnte.

Dies hat die Brüsseler EU-Kommission zwar nicht so deutlich ausgesprochen. Aber es ist klar, gegen wen sich der Verdacht richtet: Peking und seinen Staatskonzern Huawei. Der könnte, zumal wenn er alleine den Auftrag bekäme, praktisch alles kontrollieren und sogar die Funktion einschränken oder gar lahmlegen, wenn das politisch opportun wäre. Das Papier aus Brüssel ist eine ernstzunehmende Mahnung.

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