Mo., 21.10.2019

Kommentar zur Bundespolizei Viel Geduld nötig

Bundesinnenminister Horst Seehofer kündigt mehr Grenzkontrollen an.

Bundesinnenminister Horst Seehofer kündigt mehr Grenzkontrollen an. Foto: dpa

Von Hilmar Riemenschneider

Bundesinnenminister Horst Seehofer kündigt mehr Grenzkontrollen an, die Bundespolizei setzt sie umgehend um. Ganz so einfach läuft das nicht. Denn noch immer werden die meisten Kräfte für Kontrollen an der Grenze zu Österreich eingesetzt, wie es Seehofer noch als bayerischer Ministerpräsident durchgesetzt hat. Überall sonst gilt für die Bundespolizei: Die Personaldecke ist zu kurz.

Wenn die Bundespolizei in NRW der neuen Order folgt und stärker als bisher an der EU-Binnengrenze zu den Niederlanden kontrolliert, muss sie in dieser Zeit anderswo – zum Beispiel an den Bahnhöfen – Beamte abziehen. Es geht den Inspektionen deshalb um den strategischen Effekt, möglichst immer wieder zu überraschen, um auch trotz Personalmangels nie vorhersehbar zu sein.

Wie NRW-Innenminister Reul hat auch Seehofer die Zahl der Anwärter für die Bundespolizei um 800 auf 8200 erhöht. Verfügbar sind sie erst nach dreijähriger Ausbildung, die wiederum Kräfte bindet. Den Beamten wird neben hoher Einsatzbereitschaft auch viel Geduld abverlangt.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7014678?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2269031%2F