Sa., 26.10.2019

Kommentar zur betrieblichen Altersvorsorge Ein Unding!

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Von Paul Edgar Fels

Die Rente ist nicht sicher – jedenfalls nicht in der Höhe wie einst. Weil das so ist, wird die Politik nicht müde, die Bürger dazu aufzufordern, etwas für die private Altersvorsorge zu tun. Wer das in Form einer Direktversicherung getan hat, wird jedoch als gesetzlich Krankenversicherter bestraft. Seine Ersparnisse werden mit erheblichen Abgaben belastet. Tausende Euro kommen da schnell zusammen. Ein Unding! Und eine Frechheit der damaligen rot-grünen Koalition, die mit ihrem Gesetz im Jahr 2004 ungeniert in zu diesem Zeitpunkt laufende Direktversicherungsverträge eingegriffen hat. Der einst prognostizierte Kapitalertrag wird durch die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung erheblich gekürzt. Dass der Rentner oder Versicherte dabei sogar den Arbeitgeberanteil berappen muss, ist ein Witz.

Derzeit haben 2,5 Millionen Menschen die Auszahlung der Direktversicherung erhalten. Jedes Jahr kommen 250.000 Menschen dazu. Sie alle müssen auf viel Geld verzichten. Zwar haben viele Politiker das Problem erkannt, aber es gibt auch Widerstände – etwa von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Es wäre gut, wenn sie ihre Meinung revidiert. Am besten jetzt!

Kommentare

Betriebliche Altersvorsorge ist gescheitert

Direktversicherungen wurden aus dem Nettoentgelt bezahlt, deshalb müssen Direktversicherte nicht doppelt, sondern dreimal den Krankenkassenbeitrag für die gleiche Versicherung zahlen. Das haben die Parteien CDU/CSU, SPD und Grüne 2004 als "rechtmäßig" beschlossen.
Für die Direktversicherten geht es nicht um eine Entlastung, sondern um die Rückabwicklung eines Betrugs durch rückwirkenden Eingriff in Versicherungsverträge.
Direktversicherungen sind Kapitallebensversicherungen, die willkürlich und rückwirkend in Betriebsrenten umdefiniert wurden.
Am 13.02.2019 hat Merkel verhindert, dass hier ein Stück weit Gerechtigkeit hergestellt wird.
Das alles sollten sich die Wähler für anstehende Wahlen merken.
Solange sich hier nichts ändert, gilt: Finger weg von jeglicher betrieblichen Altersvorsorge!

1 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7022659?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2269031%2F