Mo., 30.12.2019

Kommentar zum WDR-Skandal Nicht mit meinem Geld

Tom Buhrow, Intendant des Westdeutschen Rundfunks (WDR).

Tom Buhrow, Intendant des Westdeutschen Rundfunks (WDR). Foto: Oliver Berg/dpa (Archiv)

Von Andreas Schnadwinkel

Tom Buhrow weiß genau, dass nach dem Videoskandal die Debatte über die Rundfunkgebühren Fahrt aufnimmt. Und so macht der WDR-Intendant das Fass selbst auf und spricht offen an, dass es 2020 für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ums Geld geht.

Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) legt die Höhe des Zwangsbeitrags für den Zeitraum von 2021 bis 2024 fest. Für die Sender geht es um zig Millionen Euro.

Immer mehr Beitragszahler beurteilen das, was mit ihrem Geld produziert und wer davon bezahlt wird, überaus kritisch. Und wer sollte es den Leuten verdenken, dass sie nun wahrscheinlich noch weniger dazu bereit sind, die sogenannte Haushaltsabgabe in Höhe von 17,50 Euro monatlich unfreiwillig zu entrichten.

Wer will, dass die Oma zur „Umweltsau“ gemacht wird und der WDR Mitarbeiter beschäftigt, die in sozialen Netzwerken aus der „Umweltsau“ eine „Nazisau“ machen, der kann dafür gerne von seinem Geld geben – aber freiwillig, nicht zwangsweise.

Buhrow wird nichts anderes übrig bleiben, als im WDR aufzuräumen.

Kommentare

massiv überbesetzt

Der WDR hat massive interne Probleme. Er hat einfach zuviel Geld. Die 4.100 Mitarbeiter müssen jährlich einen Etat von 1,2 Mrd. € verbrennen. Da kann das Kollektiv die Verzweifelung packen, wenn einem nichts Gescheites einfällt, wie die Kohle wegkommt.
Da braucht man dann auch die geistigen Kapazitäten von ewigen Studenten. Die Aktuelle Stunde beschäftigt insgesamt 106 !!! Redakteure. So viele Themen gibt es auch nicht täglich, dass die ganzen Menschen mit sinnvollen Themen beschäftigt werden könnten. Da muss man sich etwas einfallen lassen.
Es schlug die große Stunde des Starjournalisten Danny Hollek, der als freier Mitarbeiter endlich zum festangestellten Redakteur aufsteigen wollte Allerdings fehlen bei ihm Grundkenntnisse der Mathematik. Die Opas und Omas von heute sind nach dem 2. Weltkrieg geboren. Keiner hatte die Gelegenheit, als Ungeborener zum Nazischwein zu werden.
Auch die etwa 40 Mitarbeiter, die an der Produktion beteiligt waren, haben nichts gemerkt oder wollten nichts merken, weil der Beitrag bestens in ihr ultralinkes Weltbild passte und/oder die Welt für sie mit dunkelgrünen Brettern vernagelt ist.
Der Belehrungsjournalismus geht mir schon lange auf den Zeiger. Man will Nachrichten und bekommt Kommentare. Nimm dem WDR das Geld weg und es herrscht Ruhe.
Ich habe den WDR von der Senderliste gestrichen. Es gibt genügend andere Sender- auch außerhalb der öffentlich rechtlichen.

Aufräumen

Ich stimme den Artikel im vollen Umfang zu, bezeweifele allerdings, daß es zu einem Aufräumen kommen wird. Er wird Rückendeckung aus der Politik bekommen, die sich er über die wütenden Reaktionen der Zuschauer echauffieren wird als über den eigentlichen Skandal.

Und ja, es ist ein weiteres Singal dafür, daß die Zwangsgebühr abgeschafft werden muß. Wer die Menschen und ihre Abscheulichkeiten freiwillig finanzieren will, soll das von mir aus tun, aber die ÖR werden sich wunden wie "viele" das sein werden.

Skandal?

Dieser "Skandal" zeigt vor allem, dass die unterschwellige Zustimmung zur AFD immer weiter wächst- auch bei vielen, die sich selbst für Gegner der AFD halten...

3 Kommentare

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