Mi., 15.01.2020

Kommentar über die höheren Beiträge, die die Kassen planen Krankes System

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Von Elmar Ries

Nicht schlecht heißt nicht automatisch gut. Auf das deutsche Gesundheitssystem trifft das zu. Natürlich funktioniert die Versorgung. Es hapert nur immer häufiger an immer mehr Ecken. Landärzte sind Mangelware, Plätze in der Kurzzeitpflege auch. Klinikpersonal fehlt, die Notaufnahmen sind überfüllt, wer einen Termin beim Facharzt benötigt, braucht neben Zeit viel Geduld. Das gesamte System, so scheint es, ist an seine Grenzen gekommen. Man könnte auch sagen: auf den Hund.

Herumgedoktert wird viel. Vor allem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist in der Szene eher berüchtigt als berühmt dafür, dass er Gesetzesinitiativen im Stakkato startet, deren Umsetzung nicht nur Klinikdirektoren und Chefärzte schwindlig werden lässt. Ganz abgesehen davon, dass längst nicht alles Neue in der Praxis den Erfolg hat, der vorab politisch attestiert wurde.

Das ist der Befund. Jetzt kommen weitere Beschwerden: Nach vier guten Jahren schreiben die gesetzlichen Krankenkassen rote Zahlen. Das Gros wird darum im kommenden Jahr die Zusatzbeiträge erhöhen. Die Folge: Die Bürger werden mehr zahlen für eine medizinische Versorgung, die keinesfalls besser wird.

 

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