Kommentar zu Überschuldung
Spätfolge Altersarmut

Es gibt Sprichworte, die klingen, als wären sie aus der Zeit gefallen. Eines davon heißt: „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not.“

Mittwoch, 15.01.2020, 20:58 Uhr aktualisiert: 15.01.2020, 21:02 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa
Symbolbild. Foto: dpa

Das Argument, dass das Ersparte unter Sparbuch-Bedingungen mit den Jahren sogar an Wert verliert, bringt immer mehr Menschen dazu, gar nichts mehr zurückzulegen. Von da bis zu dem Punkt, an dem sie mehr Geld ausgeben als am Monatsanfang hereinkommt, ist es ein kleiner Schritt. Das Internet macht es zudem jedermann leicht, sich zu verschulden – und sei es nur für Kleinigkeiten. Doch auch kleine Beträge summieren sich zu großen. Und wenn dann etwas Unerwartetes dazwischen kommt, Krankheit etwa und Jobverlust, oder eigentlich Erwartbares wie die Rente ist es schwer, das eigene Ausgabeverhalten von heute auf morgen zu ändern.

Dass die Überschuldungsquote auch in OWL die zehn Prozent jetzt fast erreicht hat, ist ein schlechtes Zeichen. Noch mehr Grund zur Besorgnis gibt der Blick in die Zukunft. Wer nichts gespart hat, hat auch kein Polster, in das er zurückfallen kann. Die Altersarmut ist schon jetzt kein Hirngespinst. Richtig groß aber wird das Problem, wenn die heutigen Nichtsparer ins Rentenalter kommen werden.

Kommentare

Paul Schneider  schrieb: 16.01.2020 13:38
Spätfolge Altersarmut
Es liegt doch nicht an den Sparbuchbedingungen, sondern an den rasant steigenden Schulden. Jeder 10. in Deutschland kann seine Rechnungen nicht mehr bezahlen. 7 Millionen, die Grauziffer dürfte etwa 3 - 4 Millionen höher sein, fristen ihr Leben von Transferzahlungen des Staates, 50 % der Haushalte in Deutschland leben am Existenzminimum usw. Wer soll denn da noch sparen? Die Reichen 1 %? Die sparen nicht, sie investieren.
1 Kommentare
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