Fr., 31.01.2020

Kommentar zum Ausbau der Bahnstrecke Hannover-Bielefeld Neinsagen reicht nicht

Ein ICE befährt die Bahnstrecke Bielefeld-Hannover.

Ein ICE befährt die Bahnstrecke Bielefeld-Hannover. Foto: dpa

Von Andreas Kolesch

Wieder so ein jahrzehntelanges Planungs-Hickhack wie bei den OWL-Autobahnen 30 und 33? Bitte nicht! Der Ausbau der ICE-Strecke zwischen Minden und Hannover ist zu wichtig für die Region, als dass ein Dauerstreit dieses Projekt lähmen sollte.

Schlimmstenfalls könnte OWL leer ausgehen. Eine Schnellfahrstrecke wäre auch entlang des Mittellandkanals denkbar – dann aber über Osnabrück, und nicht mehr über Bielefeld.

Klar ist: Ohne Kompromisse wird es nicht gehen – auf beiden Seiten. Sollte der vom Bund bevorzugte und in der Region einhellig abgelehnte Tunnel durch den Jakobsberg bei Porta Westfalica tatsächlich nicht gebaut werden, wäre eine Ertüchtigung der bestehenden Bahnstrecke unumgänglich. Die allerdings würde einige Minuten weniger Fahrzeitersparnis bringen – für den Bund schwerlich akzeptabel. Was also könnte die Region in die Waagschale werfen, um Bahn und Verkehrsministerium umzustimmen?

Neinsagen reicht nicht. Die Region sollte so schnell wie möglich selbst eine Alternative erarbeiten – mit allen Beteiligten einschließlich der Naturschutzverbände. Andernfalls werden die Weichen anderswo gestellt.

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