Do., 20.02.2020

Kommentar zur Bluttat von Hanau Trauern statt krakeelen

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: Boris Roessler/dpa

Von Andreas Kolesch

Es ist entsetzlich: Elf Menschen tot, mehrere schwer verletzt. Die Tat von Hanau macht fassungslos. Was mag in einem Menschen vorgehen, der sich zum Herrn über Leben und Tod aufschwingt, der wildfremde Menschen umbringt und auch vor der eigenen Familie nicht Halt macht?

War der Mann geisteskrank? War er ein Rassist? Für beides gibt es Anzeichen, aber noch keine gesicherten Beweise. Dennoch kursieren bei Facebook und Co. bereits die wüstesten Spekulationen. Und die sozialen Netzwerke laufen schier über vor hasserfüllten Kommentaren. Den Schmerz der Angehörigen, die um die Toten trauern oder um die Verletzten bangen, wird das kaum lindern.

Nach allem, was bisher an Informationen gesichert erscheint, hat der Täter schon Tage vor den Schüssen ein wirres Manifest bei Youtube veröffentlicht. Hätte das nicht Warnung sein müssen? Und wie konnte sich der Mann für seine Tat bewaffnen?

So viele Fragen, und so wenige Antworten. Es wird einige Zeit dauern, bis die Ermittlungsbehörden verlässliche Antworten liefern können.

Bis dahin sollte nicht krakeelt, sondern getrauert werden. In einer Tonlage, die der Tragödie angemessen ist. So viel Respekt haben die Opfer von Hanau verdient.

Kommentare

Ich hoffe so sehr, dass den AfD-Wählern jetzt endlich mal ein Licht aufgeht. Das droht unserem Land, sollte diese Partei tatsächlich an die Macht kommen: Alle Andersdenkende werden massiv eingeschüchtert, entweder verbal oder sogar körperlich, Menschen (vor allem Deutsche und Europäer), die ordentlich arbeiten können und somit der Gesellschaft von Nutzen sind, werden gefördert, während alle anderen, die entweder zu alt, zu schwach, zu krank oder schlichtweg zu "dumm" zum arbeiten sind, können dann gucken, wo sie bleiben...
Armes Deutschland! Wir müssen einfach alle zeigen, dass wir viel mehr sind und diese verblendete Ideologie in unserem Land niemals dulden werden!

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