Kommentar zur Deutschen Bischofskonferenz
Kontinuität gewählt

Er sei kein zweiter Reinhard Marx, sagte Georg Bätzing, der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz nach seiner Wahl in Mainz. Und doch wird der Limburger Bischof in vielem für Kontinuität sorgen. Bätzing bekennt sich zu dem angekündigten Reformprozess in der katholischen Kirche und will den sogenannten „Synodalen Weg“ fortsetzen.

Dienstag, 03.03.2020, 20:21 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 20:24 Uhr
Georg Bätzing gibt eine Pressekonferenz. Foto: Andreas Arnold/dpa
Georg Bätzing gibt eine Pressekonferenz. Foto: Andreas Arnold/dpa

Er kann sich zum Beispiel eine Aufhebung der verpflichtenden Ehelosigkeit für Priester (Zölibat) vorstellen. Verständnis habe er dafür, dass der Ausschluss von Frauen vom Priesteramt als „ungerecht und unangemessen“ empfunden werde.

Doch Bätzing kennt auch die Grenzen seiner Möglichkeiten. Er weiß, dass die katholische Kirche eine Weltorganisation ist, deren Regeln in Rom gemacht werden. Einen heißen Draht in den Vatikan hat er im Gegensatz zu Kardinal Marx nicht. So steht an der Spitze der Bischöfe jetzt ein pragmatischer Reformer, der moderieren und ausgleichen kann.

Die katholische Kirche steckt in multiplen Krisen: Finanzen, Missbrauch, Mitgliederschwund. Für die Zukunft braucht es nach der Krisenbewältigung dann auch Aufbruch und Vision, da gibt es noch Nachholbedarf.

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