Di., 10.03.2020

Kommentar zu den Maßnahmen gegen das Coronavirus Berechtigte Hoffnung

Düsseldorf: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) beantwortet die Fragen von Journalisten.

Düsseldorf: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) beantwortet die Fragen von Journalisten. Foto: Federico Gambarini/dpa

Von Hilmar Riemenschneider

Vorsicht, Umsicht, Rücksicht. Auf diese Formel, vor allem auf diesen Sinn lassen sich die jetzt angeordneten Einschränkungen für das öffentliche Leben in Nordrhein-Westfalen zusammenfassen. Natürlich ist es für viele enttäuschend, wenn die Vorfreude auf ein Fußballspiel, ein Konzert oder den Musicalbesuch jetzt jäh ausgebremst wird. Aber die Absage solcher Großveranstaltungen folgt der berechtigten Hoffnung, dass so die Ausbreitung des Coronavirus zumindest verlangsamt werden kann.

Dass die Landesregierung die Maßnahmen bis auf weiteres, also unbefristet, ergreift, zeigt den Ernst der Lage. Gut daran ist, dass damit ein klarer Handlungsrahmen für Städte, Kreise und Gemeinden vorliegt, wie sie auf die Gesundheitsgefahr reagieren können und müssen. Dass sie es tun, kann für NRW mit der bisher höchsten Fallzahl entscheidend werden, damit die Entwicklung überschaubar bleibt.

Das öffentliche Leben kommt nicht zum Erliegen. Weder für Schulen noch für Arbeitsstellen bestehen Einschränkungen, so lange es keine konkretes Infektionsrisiko gibt. Heißt auch: Wir alle sollten der Lage ruhig und besonnen begegnen. Aus Vorsicht und aus Rücksicht.

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Berechtigte Hoffnung

Was jetzt noch fehlt, ist der Aufruf zur Notversorgung, wie sie im August 2016 von der Bundesregierung propagiert wurde. Der Hintergrund für die Empehlung war zwar der Kalte Krieg, jedoch zeigt sich in diesen Tagen das typisch deutsche Verhalten, wenn eine Warnung "von oben" kommt. Man macht sich Sorgen. Damals nannte man es "zivile Verteidigung". Und es muss die Frage erlaubt sein, ob nicht auch die jetzigen Vorsichtsmassnahmen eine Art "zivile Verteidigung" sind?`Auch diesmal wird wieder deutlich, dass der Mensch auf sich alleine gestellt ist. Und ob der Staat hier der Wirtschaft oder der Gesellschaft gerecht werden kann, muss bezweifelt werden, wenn er nicht die "Schwarze Null" aufgibt. In diesen Tagen wird mir deutlich, wie abhängig wir innerhalb der Gesellschaft sind. Nur wir gemeinam können uns auf die existenzbedrohende Entwicklung angemessen vorbereiten. Auch wenn die WHO noch nicht von einer Pandemie spricht.

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