Kommentar zur Krisenbewältigung
Wertvolles Vertrauen

Die angebliche Krise des Staates – in der Corona-Krise ist davon nichts zu spüren. Drei Viertel der Deutschen sind nach dem ARD-Deutschland-Trend mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung zufrieden. Zahlen, die angesichts der politischen Verwerfungen der vergangenen Jahre nicht selbstverständlich sind.

Dienstag, 24.03.2020, 20:20 Uhr aktualisiert: 24.03.2020, 20:30 Uhr
Peter Altmaier (CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie, steigt nach einer Pressekonferenz in seine Limousine und fährt mit erhobenem Daumen davon. Während der Coronakrise fährt Altmaier seinen Wagen sicherheitshalber lieber selbst. Foto: Michael Kappeler/dpa
Peter Altmaier (CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie, steigt nach einer Pressekonferenz in seine Limousine und fährt mit erhobenem Daumen davon. Während der Coronakrise fährt Altmaier seinen Wagen sicherheitshalber lieber selbst. Foto: Michael Kappeler/dpa

Die Regierung tut gut daran, dieses Vertrauen zu pflegen. Wenn Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) andeutet, dass erste Hilfszahlungen der Bundesländer für Unternehmen schon diese Woche bereitstehen könnten, dann ist das natürlich eine gute Nachricht, die aber auch neue Hoffnungen weckt.

Das Gemeinwesen darf nicht als Ganzes ins Rutschen kommen

Vielen Freiberuflern und Kleinunternehmern steht das Wasser bis zum Hals. Sie wollen wissen: Wie viel Geld bekomme ich bis wann von wem? Kein Wenn, kein Aber. Sie vertrauen darauf, dass der Staat seine Versprechen einlöst. Dieses Vertrauen darf um keinen Preis enttäuscht werden, soll nicht das Gemeinwesen als Ganzes ins Rutschen kommen.

Das gelingt nur, wenn alle mitziehen. Kammern, Kommunen, Behörden – vor allem aber die Banken. Sie sollten in diesen Zeiten den alten Wahlspruch einfach mal auf den Kopf stellen: Kontrolle ist gut – Vertrauen ist besser.

Kommentare

Paul Schneider  schrieb: 25.03.2020 07:33
Wertvolles Vertrauen
Jeder Ehrgeiz der Politik, nach alten Rezepten weiterzuwurschteln und an überkommenden Methoden festzuhalten, schmälert dass Vertrauen in die Politik und deren Vertreter/innen. Werden unsere Politiker/innen das Vertrauen missbrauchen und wird ein gewisses Mass an Normalisierung nicht erreicht, werden landesweit politische und soziale Unruhen aufflackern, Von diesen gravierenden sozialen Kämpfen werden vor allen Dingen die Länder begtroffen sein, in den inzwischen das soziale Gefälle zwischen Armen und Reichen immer grösser wird. Die Politiker/innen sind also gut beraten, die Pandemie als Chance zu nutzen, die fundamentalen Existenzbedrohungen der Armen nachhaltig zu beseitigen. Ein Anfang ist gemacht, indem in dieser Krise Alte, Kranke und Behinderte besonders versorgt werden. Diese Pflicht der Gemeinschaft darf niemals in Frage gestellt werden.
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