Kommentar zu Geschäftsöffnungen
Die Gesundheit hat Vorrang

Natürlich kann man den Unmut der Unternehmer verstehen – der Soloselbstständigen ebenso wie der Konzernlenker. Und natürlich kann man zu der Erkenntnis gelangen, dass es wettbewerbsverzerrend ist, wenn das eine Geschäft nach wochenlanger Schließung endlich wieder Umsätze generieren kann, während das andere geschlossen bleiben muss – nur, weil es zu groß ist.

Montag, 20.04.2020, 11:17 Uhr aktualisiert: 20.04.2020, 11:20 Uhr
Symbolbild. Foto: Bernd Thissen/dpa
Symbolbild. Foto: Bernd Thissen/dpa

Tatsächlich bringt der Kampf von Politik, Forschern und letztlich uns allen gegen das Coronavirus viele Ungerechtigkeiten mit sich. Es geht um Jobs, um Einkommen, um die schwieriger gewordene Organisation des Alltags. Ja, es gibt viele Verlierer. Dazu gehört auch der größere Textilhandel. Geschäfte, die größer als 800 Quadratmeter sind, dürfen in NRW nicht öffnen – jedenfalls noch nicht. Das geht an die Substanz.

So schmerzhaft es ist, der Gesundheitsschutz muss Vorrang haben. Niemand will, dass sich die Ausbreitung des Coronavirus wieder beschleunigt. Diese Gefahr aber bestünde, wenn alle Geschäfte, Hotels, Kneipen und Restaurants auf einen Schlag geöffnet wären. Ein Rückschlag wäre fatal für die Wirtschaft. Dass es von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Regelungen gibt, ist allerdings mehr als unglücklich.

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