Kommentar zu Wirtschaft und Umwelt
Was sonst noch wichtig ist

Seit Beginn der Corona-Krise und vor allem des Shutdowns schießen Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und seine Länderkollegen mit der „Bazooka“ immerzu noch mehr Geld in die Wirtschaft. Auch wenn die Rechnung später sehr, sehr teuer sein wird: Die Hilfen sind und bleiben wohl noch geraume Zeit alternativlos.

Montag, 27.04.2020, 19:28 Uhr aktualisiert: 30.04.2020, 06:48 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa
Symbolbild. Foto: dpa

Was das Volumen betrifft, so werden Scholz & Co. auch beim Neustart der Wirtschaft nicht knausern können. Doch sollten sie vermeiden, das Geld mit der Gießkanne auszuschütten oder es denen bevorzugt zuzuteilen, die am lautesten rufen. Vielmehr werden, wenn der Impfstoff und ein Medikament gegen das Virus gefunden sein werden, andere große Herausforderungen nicht erledigt sein.

Gemeint ist damit vor allem der Schutz des Weltklimas . Es gibt Stimmen, die das Thema gern wegdrücken würden – nach dem Motto: Wir haben jetzt andere Sorgen. Das stimmt sogar, in diesem Augenblick. Der Neustart aber muss, wie aktuell auf dem Petersberg besprochen, so geplant werden, dass das Weltklima geschützt wird. Dabei besteht die große Chance, dass sich der Fokus der Politik ändert – raus aus der Verbotsecke dorthin, wo neue Technologien erdacht und umgesetzt werden. Bernhard Hertlein

Kommentare

Paul Schneider  schrieb: 28.04.2020 08:22
Was sonst noch wichtig ist
Friedrich Merz sagte: "Man solle nicht das Klima über die Wirtschaft stellen". Damit wird deutlich, dass der Klimawandel derzeit nicht die grösste Bedrohnung darstellt. Die augenblickliche Pandemie macht es es doch deutlich, wie schnell der Wohlstandsputz von den Wänden bröckeln kann. Und wir werden alsbald erfahren, welchen Preis wir Deutschen für das "Hochfahren" der Industrie bezahlen müssen. Für diese immensen Summen werden in diesem Lande die Schulden explodieren. Gleichzeitig müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass sich der Klimawandel weder demokratisch allgemein und finanziell im besonderen aufhalten lässt. Es wird nicht mehr lange dauern, bis die Daumenschrauben noch fester angezogen werden. Diejenigen hingegen, die auf einem entsprechenden Finanzpolster sitzen, werden sich wieder einmal von den Verpflichtungen des "Wiederaufbaus" der Wirtschaft und den Klimaverpflichtungen freikaufen. Für dem Verbraucher ist zumindest eines sicher: Energie wird zum Luxusgut.
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