Kommentar zum Bundesliga-Restart
Warum die Eile?

Am Freitag positive Corona-Tests in Köln, am Sonntag die formulierten Corona-Sorgen von FC-Profi Birger Verstraete, am Montag ein infantiles und die Branche bloßstellendes Kabinenvideo von Herthas Salomon Kalou und am Dienstag die Mannschaftsquarantäne in Aue. Halten wir fest: Das Timing dieser Vorfälle vor dem möglichen Bundesliga-Restart könnte kaum unpassender sein.

Dienstag, 05.05.2020, 19:23 Uhr aktualisiert: 05.05.2020, 19:28 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa
Symbolbild. Foto: dpa

Vielleicht kann man Kalou als Einzelfall abhaken. Wahrscheinlich ist das DFL-Konzept aus medizinischer Sicht tragfähig und nachhaltig. Und doch stellt sich die Frage: Muss jetzt, auf Biegen und Brechen, wieder der Ball rollen? Zeigt nicht gerade das Vorspiel der vergangenen Tage, dass Geduld die beste Tugend sein kann und ein weiteres Sensibilisieren aller Beteiligten dringend nötig ist? Kurzum: Ein kurzfristiger Wiederbeginn wäre ein falsches und irritierendes Signal.

Warum auch die Eile? Eine TV-Geld-Vorauszahlung hat die finanziellen Sorgen betroffener Vereine vorerst gelindert. In Italien, Spanien oder England zeichnet sich der Restart gar nicht oder nur minimal ab. Die Gesellschaft findet erst langsam in die neue Normalität zurück. Mit Geduld könnte die DFL die Restart-Debatte nun selbst entemotionalisieren.

Kommentare

Meike T.  schrieb: 05.05.2020 21:29
Lasst sie doch, try and error, wenns schiefgeht weiß man, dass es keinen Sinn hat, wenns gut geht geben die Skeptiker Ruhe. Dauerhaft die Hände in den Schoß zu legen und auf die Impfung zu warten, kann es in keinem Bereich des Lebens sein!
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