Kommentar zum Flughafen Paderborn-Lippstadt
Prüfstein für die Region

Am Tag der schlechten Nachrichten aus der deutschen Wirtschaft auch noch diese Hiobsbotschaft: Der Flughafen Paderborn-Lippstadt muss einen erheblichen Teil seiner Mitarbeiter entlassen und den Betrieb verkleinern. Das ist ein Schock für die Region, auch wenn so ja eine Sanierung erreicht werden soll.

Freitag, 31.07.2020, 06:25 Uhr aktualisiert: 31.07.2020, 06:28 Uhr
Der Flughafen Paderborn-Lippstadt in Büren-Ahden bei Nacht. Foto: Jörn Hannemann
Der Flughafen Paderborn-Lippstadt in Büren-Ahden bei Nacht. Foto: Jörn Hannemann

Hauptgrund für die Turbulenzen am OWL-Airport ist die Corona-Krise. Wochenlang kaum ein Cent Umsatz, und auch jetzt noch ein höchst spärlicher Flugbetrieb: Das ist wirtschaftlich für einen Flughafen dieser Größenordnung nicht aufzufangen.

Wahr ist aber auch: Der Flughafen hatte schon vor der Krise zu kämpfen – und die Landkreise aus OWL, die gemeinsam mit dem Kreis Soest die Hauptanteilseigner sind, tun sich zunehmend schwer, immer neue Fehlbeträge abzudecken.

Nun aber muss es zum Schwur kommen: Will die Region den Flughafen erhalten? Dann muss sie zusammenstehen und genügend Geld für einen Neustart ohne Altlasten ermöglichen. Auch der Bund muss freilich einen Anteil leisten. Zu einem Dauer-Siechtum wie in Kassel-Calden darf es keinesfalls kommen. Und ein langfristiges Aus wäre eine Bankrotterklärung für die Region.

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