Kommentar zum Regionalflughafen Paderborn
Mitten im Wahlkampf

Wer es gut meinte mit dem Flughafen Paderborn-Lippstadt , der wollte verhindern, dass die finanzielle Schieflage und die angekündigte Insolvenz zum Thema im Kommunalwahlkampf wird. Es ist anders gekommen. Nun wird mit der vor allem – aber nicht nur – coronabedingten Krise Politik gemacht und so getan, als hätte nur der OWL-Airport Schwierigkeiten.

Montag, 17.08.2020, 20:52 Uhr aktualisiert: 17.08.2020, 22:18 Uhr
Der Flughafen Paderborn-Lippstadt in Büren. Foto: Jörn Hannemann
Der Flughafen Paderborn-Lippstadt in Büren. Foto: Jörn Hannemann

Dass sich die Debatte um den Fortbestand und die Finanzierung des Flughafens versachlichen könnte, ist nicht zu erwarten. Jedenfalls nicht vor der Wahl am 13. September. Ein Anfang wäre schon gemacht, wenn man einfach mal mit Zahlen und nicht mit Stimmung arbeiten würde. Zum Beispiel beim Anteil des Flugverkehrs an den CO 2 -Emissionen. Die betragen nämlich bei deutschen Inlandsflügen 0,3 Prozent – und weltweit knapp 3 Prozent. Mit Klimaschutz als Hauptargument sollte bei diesem Thema also niemand kommen.

Manches spricht dafür, dass sich das Feld der Anteilseigner der Flughafen-GmbH neu ordnet . Da geht es um relativ lange Fristen und ziemlich viel Geld. Und vielleicht schadete es dem Airport tatsächlich nicht, wenn nur die Kreise Paderborn, Höxter, Soest und Hochsauerland als Gesellschafter bleiben.

 

Kommentare

Paul Schneider  schrieb: 18.08.2020 14:23
Paderborn
Warum prüft man nicht den Vorschlag vom Chef der Wirtschaftsfoerdung in Dortmund, Westphal, der einen Zusammenschluss von Paderborn/Lippstadt, Dortmund und Münster/Osnabrück anregte. Die Synergieeffekte sind nicht von der Hand zu weisen.
1 Kommentare
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