Kommentar zu den Grünen
Habecks Kompetenzproblem

Umfragen sind keine Wahlen. Aber die Ergebnisse der jüngsten Erhebung lassen aufhorchen. Wie Kai aus der Kiste taucht da Cem Özdemir plötzlich als Favorit der Wähler auf, wenn es um die Kanzlerkandidatur der Grünen geht. Den ehemaligen Bundesvorsitzenden der Ökopartei haben die Leute offensichtlich noch auf der Rechnung.

Montag, 24.08.2020, 03:45 Uhr aktualisiert: 24.08.2020, 05:02 Uhr
Robert Habeck fällt immer wieder mit fachlichen Lücken auf. Foto: Bernhard Pierel
Robert Habeck fällt immer wieder mit fachlichen Lücken auf. Foto: Bernhard Pierel

Eine ernsthafte Rolle dürfte der selbsternannte „anatolische Schwabe“ bei der Auswahl des grünen Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl in 13 Monaten aber nicht spielen. Oder der grünen Spitzenkandidatin. Denn da die SPD einen Mann aufstellt und die Union auch dazu tendiert, spräche eigentlich manches dafür, mit Annalena Baerbock eine Frau zu nominieren – und ein Zeichen zu setzen.

Doch es scheint auf Robert Habeck hinauszulaufen, wie die Umfrage im Milieu der Grünen-Wähler auch zeigt. Diese Personalentscheidung wäre nicht frei von Risiken. Habeck fällt immer wieder mit fachlichen Lücken auf – ob bei der Pendlerpauschale oder zuletzt bei der BaFin.

Seine offenkundigen Kompetenzprobleme würden gegenüber Scholz und Laschet oder Merz oder Spahn oder Söder ziemlich deutlich sichtbar.

Kommentare

Paul Schneider  schrieb: 24.08.2020 07:36
Habecks Kompetenzprobleme
Habecks Kompetenzprobleme sind bei vielen Politiker/innen ebenfalls zu finden. Sollte Trump die Präsidentschaftswahl für sich entscheiden und Habeck in einer "schwarz-grünen Koalition" ein Ministeramt übernehmen, dann hat er ein Problem. Hatte er doch einer ZDF-Reporterin beim WEF in Davos gesagt, dass Trump "keine Wahrnehmung für globale Probleme" habe. Und weiter: "Wir müssen den Krieg gegenTrump aufnehmen. Er steht für die andere Seite". Ich kann Norbert Röttgen (CDU) nur zustimmen, der von einer "erschreckenden ausserpoltischen Einfältigkeit" sprach. Trump hat die Eigenschaft, dass er alles registriert und unwahrscheinlich nachtragend ist. Sollte Habeck tatsächlich einmal ein Ministeramt bekleiden und es ihn nach Washington D.C. führen, dann bekommt er dafür seine Quittung. Schon in Davos hat Trump deutlich gemacht, dass er die "Möglichkeiten von morgen nutzen werde und die "Propheten des klimatischen Untergangs und ihre Vorhersagen über die Apokalypse" ablehne.
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