Meinung
Die zweite Chance

Das Waldsterben in Deutschland vollzieht sich still – doch dafür in rasender Geschwindigkeit. Riesige Forstgebiete – jahrhundertelang von privaten Familien und staat­lichen Betreibern angelegt, kultiviert und bewirtschaftet – sind einfach kahl gefressen vom Borkenkäfer, der vielerorts nur noch Totholz übrig gelassen hat.

Mittwoch, 09.09.2020, 19:51 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 19:54 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa
Symbolbild. Foto: dpa

Die vom westfälisch-lippischen Bauernpräsidenten aufgeworfene Idee, den Waldbesitzern das Aufstellen von Wind­rädern in den für die Forstwirtschaft verlorenen Gebieten zu ermöglichen, verfügt durchaus über eine betriebswirtschaftliche Logik im wahren Sinn des Wortes. Die Windkraft hat in Zeiten der Energiewende in Deutschland Perspektive – auch jenseits staatlicher (Über-)Subventionierung und ideologischer Grabenkämpfe.

Doch privatwirtschaftliche Gewinnaussichten können nur dann zu einer dauerhaft kalkulierbaren „Nebenerwerbsquelle“ werden, wenn der Aufbau und das Betreiben dieser modernen Anlagen nicht den sozialen Frieden im Dorf gefährden. Inakzeptable Eingriffe in die Natur oder gar Beeinträchtigungen für die Gesundheit würden diese Chance für Ökonomie und Ökologie auch im zweiten Anlauf diskreditieren. Frank Polke

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