Kommentar zur Afrikanischen Schweinepest
Eine Gefahr für viele Bauern

Zum zweiten Mal in diesem Jahr schlägt in Deutschland ein Virus zu. Auf den ersten Blick trifft die Afrikanische Schweinepest zwar „nur“ etwa 21.000 Bauernhöfe und die von ihnen belieferten Schlachthöfe. Aber im schlimmsten Fall geht es um die Existenz eines gerade für den ländlichen Raum wichtigen Wirtschaftszweigs.

Donnerstag, 10.09.2020, 21:41 Uhr aktualisiert: 11.09.2020, 08:22 Uhr
21.000 Bauernhöfe und die von ihnen belieferten Schlachthöfe sind in Deutschland von der Schweinepest betroffen. Foto: dpa
21.000 Bauernhöfe und die von ihnen belieferten Schlachthöfe sind in Deutschland von der Schweinepest betroffen. Foto: dpa

Dabei ist der Nachweis des ASP-Virus in einem auf deutschem Staatsgebiet verendeten Wildschwein erst der zweitschlimmste denkbare Fall. Der schlimmste tritt ein, wenn das Virus auf Hausschweine übergreift . So gefahrlos ASP offenbar für den Menschen ist, so verheerend ist er für das Tier. Ohne Impfstoff ist die einzige Abwehrstrategie: größtmögliche Hygiene und Abstand zwischen Wild- und Haustieren. Das gilt auch für Biobetriebe, so schwierig dies gerade für sie ist.

Immerhin hatten Behörden und Landwirte Zeit, sich vorzubereiten. Es heißt, es seien genug Zäune eingelagert, um betroffene Regionen abzuriegeln. Noch hofft die Branche, dass Exportbeschränkungen nur einzelne Regionen treffen, nicht das ganze Land. Da kann man nur darauf vertrauen, dass Deutschland auf chinesischen Landkarten groß genug dargestellt wird, damit man auch dort den Unterschied versteht.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7577226?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2269031%2F
Auch NRW-Regionen als Standort für Atommüll-Endlager geeignet
Symbolfoto. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker