Kommentar zu Schule und Corona
Dürftige Digitalisierung

Das Geld liegt ausreichend bereit, die Beschlüsse sind längst gefasst – und trotzdem stehen die meisten Schulen in NRW am Anfang ihrer digitalen Möglichkeiten. In NRW sind unter dem Druck der Corona-Pandemie und des Lockdowns die Entscheidungen früher als im Bund gefallen, alle Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten auszustatten und auch für Schüler aus wirtschaftlich benachteiligten Familien Tablets zu kaufen.

Montag, 21.09.2020, 20:49 Uhr aktualisiert: 21.09.2020, 21:00 Uhr
Symbolbild. Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Symbolbild. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Leichter entschieden als getan: Die Ausschreibungen kosten viel Zeit, und auch die Umsetzung vor Ort ist alles andere als trivial. Gerade aber weil einzelne Klassen und manchmal ganze Schulen wieder zum Lernen auf Distanz verurteilt sind, wird klar: Auch frühe Entscheidungen können zu spät kommen. Corona als Brennglas legt die dürftige Digitalisierung an vielen Schulen schonungslos offen.

Zur Bandbreite der Krisenbewältigung zählt daneben – ganz analog und praktisch – die Frage der ausreichenden Belüftung in Klassenräumen. Weil Präsenzunterricht das Konzept der Wahl ist, muss hier die größtmögliche Sicherheit aller Beteiligten gewährleistet bleiben. Vorschläge – auch technische – liegen längst auf dem Tisch. Höchste Zeit zu handeln.

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