Kommentar zum Dopingverdacht bei der Tour
Besser noch kein Persilschein

Dienstag, 22.09.2020, 20:59 Uhr aktualisiert: 22.09.2020, 21:06 Uhr
Flugzeuge der Kunstflugstaffel «Patrouille de France» zeichnen die französische Nationalflagge über dem Arc de Triomphe während das Fahrerfeld über die Champs-Élysées fährt. Foto: Kenzo Tribouillard/AFP/dpa
Flugzeuge der Kunstflugstaffel «Patrouille de France» zeichnen die französische Nationalflagge über dem Arc de Triomphe während das Fahrerfeld über die Champs-Élysées fährt. Foto: Kenzo Tribouillard/AFP/dpa

Irritierend ist die Reaktion von Lennard Kämna. „Ich glaub auf jeden Fall an den Radsport“, sagte er und wehrte sich damit auch gegen einen Pauschalverdacht. Ist durchaus nachvollziehbar.

Aber die Leistungen während der Tour waren wirklich erstaunlich. Für den Nürnberger Pharmakologen Fritz Sörgel ist zumindest klar: Ohne Chemie geht das nicht. Vor allem angesichts der Tatsache, dass dieses Niveau ohne vorbereitende Rennen erreicht wurde.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der Radsport sauberer ist als in den Seuchenjahren. Einen chemischen Persilschein sollten sich die Pedaleuren aber besser noch nicht ausstellen.

 

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