Kommentar zu Schule und Digitalisierung
Eine Note für sich selbst

Den Stand der Digitalisierung der Schulen in NRW benoten die Schulleiter mit einem „ausreichend“. Das klingt so, als hätten die Schulleiter mit der Sache nichts zu tun und wären nicht mitverantwortlich dafür. Das sind sie und die Lehrerinnen und Lehrer aber sehr wohl. In der WDR-Umfrage haben sie sich auch selbst bewertet. Das „ausreichend“ ist in erster Linie mal eine Note für sich selbst.

Dienstag, 06.10.2020, 20:54 Uhr aktualisiert: 07.10.2020, 08:14 Uhr
Zahlreiche Netzwerkkabel stecken in einem Büro-Serverschrank (Symbolbild). Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
Zahlreiche Netzwerkkabel stecken in einem Büro-Serverschrank (Symbolbild). Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Denn am Geld hakt es längst nicht mehr. Im „Digitalpakt Schule“ liegen die Steuermilliarden nur so bereit. Doch die Finanzmittel werden nur sehr zögerlich abgerufen. Liegt das an den kommunalen Schulämtern oder den Schulen selbst? Ist am Ende mal wieder „die“ Bürokratie der Grund dafür, dass dieses Land in Besitzstandswahrung verharrt – aus Angst vor Veränderungen?

Die Politik hat ihre Bringschuld erfüllt. Die Holschuld liegt nun bei Schulen und Lehrern. Ja, es gibt die engagierten Lehrer, die ihre Schüler während des Lockdowns per Video unterrichtet haben und die gegenüber modernen Unterrichtsmedien aufgeschlossen sind. Und diese Lehrer sind die Zukunft. Doch dieser Generationswechsel in den Kollegien wird noch einige Zeit dauern. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

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