Kommentar zur Renten-Nullrunde
Vertretbarer Beitrag

Die Rentenpolitik steht aktuell vor einer großen, in dieser Dimension wohl beispiellosen Herausforderung. Millionen Arbeitnehmer, die in diesem Jahr Gehaltseinbußen hinnehmen mussten, Hunderttausende Geschäftsleute oder Solo-Selbstständige, die nicht nur beim Auftragseingang in ein schwarzes Loch schauen, haben dem Jobwunder made in Germany einen gehörigen Schlag versetzt.

Donnerstag, 12.11.2020, 02:35 Uhr aktualisiert: 12.11.2020, 02:40 Uhr
Symbolbild.
Symbolbild. Foto: dpa

Diese Beiträge fehlen nun in den Kassen der Rentenversicherung – ohne die nach der Finanzkrise eingeführte Schutzklausel gebe es 2021 wohl nicht nur keine Rentensteigerung, sondern für 25 Millionen Deutsche sogar eine Kürzung ihrer Altersbezüge. Eine Vorstellung, die sowohl dem sozialen Frieden als auch der Generationengerechtigkeit zuwiderlaufen würde. Eine Nullrunde dagegen ist verkraftbar – gerade angesichts der Tatsache, dass der Bund vor dem Hintergrund einer beispiellosen Neuverschuldung nicht unbegrenzt Milliarden zuschießen kann.

Corona trifft alle Generationen. Eine befristete Aussetzung der Rentenerhöhung dürfte ein verkraftbarer und vertretbarer Beitrag der älteren Generation sein, Deutschlands soziale Sicherungssysteme über Wasser zu halten. 2021 finden Bundestagswahlen statt. Ein Termin, der allen Rentnern Hoffnung für das Jahr 2022 machen sollte.

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