Kommentar zum Corona-Gipfel
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Noch abwarten oder die Corona-Regeln schon verschärfen? Die Frontlinie klar: hier eine mit dem bisherigen Erfolg des Teil-Lockdowns unzufriedene Kanzlerin, dort Ministerpräsidenten, die vor strengeren Maßnahmen zurückschrecken.

Montag, 16.11.2020, 21:06 Uhr aktualisiert: 16.11.2020, 21:10 Uhr
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) setzt sich ihre Mund-Nasen-Bedeckung auf, bevor sie nach einer Pressekonferenz einen Saal im Bundeskanzleramt verlässt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) setzt sich ihre Mund-Nasen-Bedeckung auf, bevor sie nach einer Pressekonferenz einen Saal im Bundeskanzleramt verlässt. Foto: Odd Andersen/AFP/POOL/dpa

So zieht sich die Video-Schalte in die Länge, Zoff inklusive. Vor allem die Schulen entwickeln sich zum Hotspot des Streits. Eine Kernfrage: Ist es Segen oder Fluch, am regulären Unterricht festzuhalten? Werden die Schüler zum Spielball wirtschaftlicher Interessen? Oder würden Wechselunterricht und Distanzlernen die Zahl der Bildungsverlierer in die Höhe treiben? Am Ende bleibt es beim Präsenzunterricht. Vorerst jedenfalls, denn nächsten Mittwoch sieht man sich ja schon wieder.

Dann soll es langfristige Beschlüsse geben. Doch wie kommen diese zustande? Der Streit um den richtigen Kurs in der Corona-Krise ist zu wichtig, um nur im kleinsten Kreis der Regierenden geführt zu werden. Die Bekämpfung der Pandemie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und gehört stärker als bisher in die Parlamente. Angela Merkels Appell nach dem Corona-Gipfel war eindeutig und eindringlich. Öffentliche Debatten aber lassen sich so nicht ersetzen – und die sind für die Akzeptanz der Bevölkerung auf Dauer unerlässlich.

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