Kommentar zur Corona-Novemberhilfe
Angst vor dem Ruin

Wer in diesen Tagen im Internet bei der Bundesregierung nach Informationen zur angekündigten Novemberhilfe für zwangsweise geschlossenen Betriebe googelt, der konnte am Montag um 18 Uhr auf der Seite des Bundesfinanzministeriums folgende Auskunft finden: „Derzeit erfolgt die nötige Programmierung des Antragsformulars durch den IT-Dienstleister des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Abschläge sollen noch im November ausgezahlt werden.“

Montag, 23.11.2020, 22:06 Uhr
Symbolbild.
Symbolbild. Foto: imago images/Rene Traut

Ob die Bundesregierung wohl einen Kalender hat? Wenn nicht – die betroffenen Unternehmer, allen voran die in der Gastronomie, können gewiss aushelfen. Denn die zählen schon bang die Tage, bis wieder Miete, Löhne und Rechnungen fällig werden. Nicht wenige befürchten den Ruin.

Schon ist absehbar, dass am Mittwoch bei der Bund-Länder-Konferenz die Verlängerung der Betriebsschließungen beschlossen wird, ohne dass die Betroffenen auch nur einen einzigen Cent der Novemberhilfe in der Hand haben. Dann aber sollte sich niemand wundern, wenn die nächsten Proteste gegen die Coronapolitik noch viel größeren Zulauf bekommen.

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