Kommentar zum neuen Lockdown
Alternativen verspielt

Nicht wenige, vermutlich sogar die Mehrheit, halten das, was Kanzlerin und Länderregierungschefs beschlossen haben, für alternativlos. Alternativlos ist aber nur, dass jetzt gehandelt werden muss.

Montag, 14.12.2020, 03:03 Uhr aktualisiert: 14.12.2020, 03:10 Uhr
Es ist beschlossen: Am Mittwoch kommt der Lockdown.
Es ist beschlossen: Am Mittwoch kommt der Lockdown. Foto: imago/Steinach

Manche Härte hätte sich vermeiden lassen, wären früher Maßnahmen ergriffen worden. Doch standen die Regierenden unter einem enormen Druck, der von den Verquerdenkern ausgehend bis in demokratische Parteien hineinreichte. Auch Justiz sowie Teile der Wirtschaft und der Medien waren auf der Bremse. Dies mag ein Grund dafür sein, dass Verstöße nicht konsequent verfolgt wurden. Vertrauen in die Vernunft der Bevölkerung ist grundsätzlich gut. In der Pandemie rechtfertigen zu viele das Vertrauen leider nicht.

Dabei ist nicht jede Forderung nach mehr Flexibilität von vornherein falsch. Gastronomen, Händler, Friseure, Kulturveranstalter – sie alle haben sich viel einfallen lassen und viel investiert. Alternativlos ist der jetzige Lockdown auf der anderen Seite auch deshalb nicht, weil er härter ausfallen könnte. Gottesdienste bleiben möglich, obwohl einige Gemeinden bei der Verbreitung des Virus eine negative Rolle spielen. Nächstenliebe ist, dass viele schon freiwillig auf Gottesdienste verzichten.

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