Folgen des Lockdowns für den Handel
Kunden sind am Zug

Der Einzelhandel steckt in einer schweren Krise. Durch den Lockdown mitten im Weihnachtsgeschäft kommen nun viele – vor allem kleinere – Händler in existenzielle Nöte.

Montag, 14.12.2020, 23:14 Uhr
In Dresden mussten die Geschäfte schon am Montag schließen.
In Dresden mussten die Geschäfte schon am Montag schließen. Foto: imago/Sylvio Dittrich

Dennoch: Eine Alternative zur Schließungs­anordnung für die meisten Handelsbranchen gab es nicht. Die Infektionszahlen sind zu hoch. Allerdings ist die Enttäuschung der Betroffenen zu verstehen, dass dem Handel die bislang beispielsweise in der Gastronomie gezahlten Ausgleichszahlungen von 75 Prozent des Umsatzes nicht gewährt werden. Hier muss nachgebessert werden.

Doch die schon zuvor schwierige Lage der Branche ist zum Teil auch selbstverschuldet. Die Ursache dafür ist insbesondere in der Konkurrenz des Internethandels zu suchen, auf die manche stationär tätigen Unternehmen immer noch nicht adäquat reagiert haben.

Dennoch ist es staatliche Aufgabe, die Folgen der aktuellen Pandemie abzumildern. Auch deshalb, weil es ein gesamtgesellschaftliches Interesse an belebten Innenstädten gibt. Ohne funktionierende Läden in den Citys kann es diese Innenstadtkultur künftig nicht geben. Auch die Verbraucher können – und sollten – die Händler vor Ort unterstützen. Das geht auch während des Lockdowns. Die letzten Weihnachtsgeschenke müssen jetzt nicht zwingend bei Amazon & Co. bestellt werden. Die Suche nach dem Online-Auftritt des lokalen Geschäfts lohnt immer und führt meist auch zum Erfolg. Andernfalls muss sich der Kunde fragen, ob er dauerhaft auf eine Shoppingtour in der eigenen Stadt verzichten will.

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