Kommentar zum Sieg von Arminia Bielefeld auf Schalke
Auf die Aussortierten ist Verlass

Der Fußball schreibt manchmal die merkwürdigsten Geschichten. Es ist noch gar nicht lange her, da waren die Herren Gebauer und Cordova noch nicht einmal mehr gut genug, um im Training beim Elf-gegen-Elf mitzukicken. Uwe Neuhaus schickte sie auf den Nebenplatz. Höchststrafe!

Sonntag, 20.12.2020, 21:38 Uhr aktualisiert: 20.12.2020, 21:53 Uhr
Freuen sich über drei Punkte auf Schalke: Sergio Cordova (rechts) und Arminia-Trainer Uwe Neuhaus
Freuen sich über drei Punkte auf Schalke: Sergio Cordova (rechts) und Arminia-Trainer Uwe Neuhaus Foto: Thomas F. Starke

Und jetzt? Hat der Trainer nicht zuletzt diesen beiden zu verdanken, dass sein Job bei Arminia auch über die Winterpause hinweg sicher sein dürfte. Beide überzeugten im Kellerduell in Gelsenkirchen, belebten die häufig harmlose Offensive, setzten Schalke damit unter Stress.

Zwar ist für diese Woche noch eine Analyse auf Entscheiderebene geplant. Doch es wäre schon eine Überraschung, sollte Neuhaus nach dem überzeugenden Auftritt das Vertrauen entzogen werden. Das hätte im Falle einer Niederlage anders ausgesehen.

So aber haben Neuhaus und der DSC mit ihrem ersten Auswärtssieg den Relegationsrang gefestigt. Gar nicht so schlecht. Ohnehin sind drei Siege aus 13 Spielen für einen Aufsteiger völlig in Ordnung. Was nicht in Ordnung ist, ist die Zahl der Unentschieden (1; 1:1 zum Auftakt in Frankfurt). Bremen (0:1), Leipzig (1:2), Augsburg (0:1) – hier war für die Bielefelder mehr drin.

Doch es ist ja nicht nur das. Auch die Leistung war zu häufig nicht ausreichend. Vom Aufstiegsschwung konnte Arminia kaum etwas mitnehmen in die 1. Liga.

Köln, Mainz, Schalke – dass die Ostwestfalen trotzdem aussichtsreich im Nichtabstiegsrennen sind, liegt auch daran, dass sie ihre Siege gegen haargenau die richtigen Gegner geholt haben. Das muss man auch erstmal schaffen.

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