Kommentar zu Impfungen gegen Corona
Ethik Fehlanzeige

Der Ethik-Rat hat sich mit Fragen rund ums Impfen befasst, die sich frühestens im Herbst stellen und deren Antworten heute noch unter dem Vorbehalt vieler Unwägbarkeiten stehen.

Freitag, 05.02.2021, 04:39 Uhr
Symbolbild
Symbolbild Foto: dpa

Viel wichtiger wäre es gewesen, die Ethiker hätten zu aktuellen Ereignissen Stellung bezogen und eine moralische Richtschnur gespannt.

Denn wer glaubt, der Fall des 31 Jahre alten Bürgermeisters von Hennef, der sich hat impfen lassen, sei ein Einzelfall gewesen, der irrt. Der SPD-geführte Landkreis Stendal hat sich gerade an den Impfdosen vergriffen, die für die Zweitimpfung bereits geimpfter alter und schwerkranker Menschen vorgesehen waren, und sie kurzerhand 320 Polizisten verabreicht. Man habe, redet sich der Kreis heraus, nachdem er erwischt wurde, den Impfablauf testen wollen. Ethik Fehlanzeige.

Vielleicht wäre ein empathischer Appell des Ethik-Rates hilfreich gewesen, um Menschen von ähnlich egoistischen Vorhaben abzubringen. Seine Darlegungen zu der Frage, ob Geimpfte früher in ein normales Leben zurückkehren dürfen, helfen jedenfalls im Moment niemandem weiter und sind wenig konstruktiv. Im Gegenteil. Sie heizen die spaltende Debatte noch an.

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