Kommentar zum Vorstoß aus Sachsen
Ein Versuchsballon

Ist jetzt Schluss mit der Salamitaktik der Regierungen auf Bundes- und Landesebene? Die Worte des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer klingen so, als hätte er selbst genug von den scheibchenweisen Verlängerungen der Lockdown-Maßnahmen mal um zwei Wochen oder um vier Wochen.

Sonntag, 14.02.2021, 22:34 Uhr aktualisiert: 14.02.2021, 22:38 Uhr
Symbolbild
Symbolbild Foto: imago images/blickwinkel

 

Denn das Zermürbende für alle ist ja, dass schon zum Zeitpunkt der bisherigen Entscheidungen über eine Verlängerung feststand, dass es über den beschlossenen Zeitraum hinausgehen würde.

Nun also eine klare Ansage aus Sachsen, die Beschränkungen bis nach Ostern fordert. Es ist doch logisch, dass es dann bis Ostern keine Lockerungen geben könnte, wenn in den Osterferien Urlaubsreisen unterbunden werden sollten. Die Folgen wären weitreichend – für den Einzelhandel und die Gastronomie allemal. Andererseits gäbe es Planungssicherheit bis Mitte April.

Kretschmer hat in Dresden einen politischen Versuchsballon steigen lassen. Ob dieser in Kiel, Schwerin und Hannover landet? Die Staatskanzleien in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen sehen das mit ihren deutschen Osterreisezielen wie den Nordseeinseln und der Ostseeküste gewiss etwas anders – zumal sie unter dem Druck ihrer Beherbergungs- und Restaurationsbetriebe stehen.

Von Osterferien im Ausland hat Kretschmer übrigens nicht gesprochen, sondern ausdrücklich von Urlaub in Deutschland. Ob das zu einer Reisewelle auf die Kanaren führt? Das spanische Archipel im Atlantik gilt ebenso wie das Festland als Corona-Risikogebiet. Und es sieht nicht so aus, als würde sich das bis Ostern ändern.

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