Ausfälle auch in Ostwestfalen-Lippe – Unregelmäßigkeiten den ganzen Tag über – mit Video
Bahn-Regionalverkehr in NRW läuft wieder

Düsseldorf/Bielefeld (dpa). Die Warnstreiks bei der Deutschen Bahn trafen die Pendler in Nordrhein-Westfalen mit voller Wucht. In NRW wurde am Montagmorgen der komplette Zugverkehr eingestellt, wie die Bahn am mitteilte. Sowohl bei Regionalverkehr wie auch bei den Fernzügen ging nichts mehr. Es würden mehr als zwei Dutzend Stellwerke bestreikt, sagte NRW-Bahnsprecher Dirk Pohlmann. »Das hat dann natürlich massive Folgen für alle.«

Montag, 10.12.2018, 10:57 Uhr aktualisiert: 10.12.2018, 14:12 Uhr
Der Montagmorgen am Bielefelder Hauptbahnhof. Foto: Bernhard Pierel
Der Montagmorgen am Bielefelder Hauptbahnhof. Foto: Bernhard Pierel

Streik am Bielefelder Hauptbahnhof

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  • Auch der Europaabgeordnete Elmar Brok war betroffen. Er hatte eigentlich einen Termin um 9.30 Uhr in Berlin.

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Auch in Ostwestfalen-Lippe standen die Züge. Auch hier wurden die Stellwerke bestreikt. Eurobahn und Nordwestbahn haben Ausfälle. Im Netz Ostwestfalen-Lippe konnten die Linien RB 74, RB 75 nicht verkehren. Die RB 84 konnte nicht zwischen Paderborn Hbf und Ottbergen verkehren. Die RB 77 verkehrte nur zwischen Löhne und Voldagsen. Die RB 85 ief ohne Einschränkungen, heißt es in einer Mitteilung der Nordwestbahn.

In Nordrhein-Westfalen sind Hunderttausende Pendler im Berufsverkehr auf die Bahn angewiesen. Rund 2,4 Millionen Menschen verkehren täglich in NRW auf der Schiene, die meisten davon im riesigen Ballungsraum zwischen Rhein und Ruhr.

Pendler erreichten die Stationen erst gar nicht

Das Ende des folgenreichen Ausstandes war nach Gewerkschaftsangaben bis 9 Uhr geplant. Darüber hinaus werde es aber während des gesamten Tages zu massiven Einschränkungen im Fernverkehr und auch auf den Regionalstrecken kommen, teilte die Bahn mit. Bayern war von dem Streik zunächst besonders betroffen. Dort fuhr bereits am frühen Morgen so gut wie kein Zug mehr.

An den Hauptbahnhöfen in Essen, Düsseldorf und Köln herrschte in den Morgenstunden dennoch kaum Betrieb - trotz oder gerade wegen des Warnstreiks. Denn zahlreiche Pendler erreichten die Stationen erst gar nicht, andere schienen vorbereitet zu sein.

Allerdings forderte auch der Umstieg auf das Auto am Morgen enorme Geduld: Weil etliche Pendler versuchten, mit ihren Autos pünktlich zur Arbeit zu kommen, erreichten die Staulängen auf den Autobahnen in NRW Rekordwerte. Rund 420 Kilometer Stau und stockenden Verkehr meldete der WDR am Montagmorgen. »Die klassischen Pendlerstrecken in Richtung der Großstädte sind jetzt besonders voll«, sagte ein Sprecher von Straßen.NRW am Morgen. Pendler mussten auf mehreren Autobahnen mit einem Zeitverlust von bis zu einer Stunde rechnen.

Nagelneuer RRX auch betroffen

Auf der A3 in Richtung Köln zwischen dem Kreuz Oberhausen und dem Kreuz Ratingen-Ost stockte der Verkehr am Morgen auf einer Länge von 30 Kilometern. Betroffen ist auch die A40 zwischen Bochum und Essen und die A4 Richtung Köln. Auf der A2 Richtung Dortmund stehen Autofahrer zwischen Veltheim und Kreuz Bad Oeynhausen sogar eineinhalb Stunden. Dort staut es sich auf 8 Kilometern wegen eines Unfalls.

Auch der nagelneue Rhein-Ruhr-Express (RRX), der eigentlich erstmals werktags unterwegs sein sollte, war vom Warnstreik betroffen. Der private Bahnbetreiber Abellio vermeldete, Züge führen nur auf einem kleinen Stück der eigentlich angebotenen Strecke zwischen Kassel und Warburg. Abellio will künftig insgesamt 15 neue Züge auf der Linie RE11 zwischen Düsseldorf und Kassel einsetzen.

Die Bahn empfahl Reisenden dringend, ihre Reisen auf den Dienstag zu verschieben. Alle Tickets behielten ihre Gültigkeit, Zugbindungen seien aufgehoben - auch für den Dienstag. Die Tickets im Fernverkehr bleiben demnach bis einschließlich Sonntag gültig.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) will im Tarifkonflikt mit der Bahn ihre Forderungen für die rund 160.000 Beschäftigte durchsetzen. Am Samstag waren die Tarifparteien in Hannover ohne Ergebnis auseinandergegangen. Bei der Lohnerhöhung war der Konzern der Gewerkschaft aus deren Sicht nicht weit genug entgegengekommen.

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