Di., 07.05.2019

Wölfin vom Niederrhein in Westerkappeln nachgewiesen Weitere Wolfsnachweise in NRW bestätigt

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Westerkappeln/Rüthen (WB). Nachdem zwei Wolfssichtungen in Rietberg und Willebadessen Anfang Mai bestätigt wurden , hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) nun zwei weitere Wolfsnachweise in NRW bestätigt. Bei einem der Tiere handelt es sich um eine alte Bekannte.

Wie das Amt mitteilt, handelt es sich um Untersuchungen aus Westerkappeln im Kreis Steinfurt und Rüthen im Kreis Soest. Dabei sei der Nachweis eines weiblichen Wolfes mit der Kennung GW965f in Westerkappeln bestätigt. Das ist die Kennung für die Wölfin, die am Niederrhein als erstes Tier in NRW dauerhaft heimisch geworden ist.

Nach dem »Wolfsgebiet Schermbeck« hatte das Umweltministerium ein weiteres Wolfsgebiet in Nordrhein-Westfalen im Bereich der Senne auswiesen. Dort ist eine weitere Wölfin sesshaft. Sie besitzt die Kennung GW1044f.

»Die genetischen Untersuchungen einer Speichelprobe zeigen, dass dieses Weibchen am 27. März 2019 in einem Gehege ein Damtier getötet hat. Bei einem weiteren Übergriff in diesem Gehege am 12. März 2019, bei dem ebenfalls ein Damtier getötet wurde, konnte ein Wolf als Verursacher bestätigt werden, die Individualisierung war jedoch nicht möglich«, heißt es vom Amt.

Jungwolf in Rüthen?

Am 20. April 2019 wurde nachts an einem Feldrand bei Rüthen (Kreis Soest) ein Wolf von einer Wildkamera fotografiert. Die Aufnahmen wurden vom LANUV begutachtet und der Beobachtungsort von einer Wolfsberaterin nach weiteren Spuren abgesucht. Über die Identität des beobachteten Wolfes ist bisher nichts bekannt. »Es handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen durchziehenden Jungwolf«, teilt das Amt mit.

Herdenschutz empfohlen

In den Wolfsgebieten und den dazugehörenden Pufferzonen in NRW wird zur Durchführung von Herdenschutzmaßnahmen für Schafe, Ziegen und Gehegewild geraten. Seit dem 23.03.2019 können Herdenschutzmaßnahmen in den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen zu hundert Prozent aus Landesmitteln gefördert werden.

Informationen zu den Wolfsgebieten und den dazugehörenden Pufferzonen, den Fördermöglichkeiten in NRW, die Antragsunterlagen für Tierhalter sowie weitere Informationen zu den Wolfsnachweisen in NRW sind zu finden unter www.wolf.nrw.

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