So., 18.08.2019

Stade: 20-jähriger Afghane soll Beamte mit Hantelstange angegriffen haben Polizei erschießt Asylbewerber

Symbolfoto

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Von Florian Weyand

Stade (WB). Bei einem Polizeieinsatz in Stade (Niedersachsen) ist bereits am Samstag ein 20 Jahre alter Asylbewerber aus Afghanistan erschossen worden. »Der Einsatz von Pfefferspray durch mehrere Polizisten zeigte keine Wirkung, so dass einer der Beamten seine Dienstwaffe einsetze und zur Unterbindung des Angriffs auf den Angreifer schoss«, heißt es in einer Polizeimeldung.

Gegen 19.45 Uhr wurde die Polizei über eine Auseinandersetzung zwischen zwei Personen in einem Mehrparteienhaus in Stade-Bützfleth informiert. »Da es sich bei dem Verursacher um einen, der Polizei bereits aus anderen Vorfällen bekannten, Anfang 20-jährigen jungen Asylbewerber aus Afghanistan handelte, wurden vorsorglich zwei Streifenwagen zum Tatort entsandt«, schreibt die Polizei.

Mann soll nicht auf Ansprache der Polizei reagiert haben

Beim Eintreffen der ersten Polizisten an der Erdgeschosswohnung des Mannes, soll dieser zunächst nicht auf deren Ansprache von außen durch ein offenstehendes Fenster reagiert haben. »Als kurze Zeit später die zweite Streifenwagenbesatzung die Wohnung betrat, ergriff der Mann eine Hantelstange aus Eisen und ging damit auf die Beamten los«, heißt es in dem Polizeibericht.

Der Einsatz von Pfefferspray durch mehrere Polizisten soll keine Wirkung gezeigt haben, so dass einer der Beamten seine Dienstwaffe einsetze und zur Unterbindung des Angriffs auf den Angreifer schoss. Dieser wurde dabei getroffen und lebensgefährlich verletzt. Die sofort eingesetzte Notärztin und die Rettungswagenbesatzung konnten ihm nicht mehr helfen, er erlag kurze Zeit später den Verletzungen.

Polizeiinspektion Cuxhaven übernimmt die Ermittlungen

Das 1. Fachkommissariat der Polizeiinspektion Cuxhaven (Polizeidirektion Oldenburg) hat die Ermittlungen in diesem Fall übernommen. Die anderen fünf Bewohner des Hauses wurden durch die Stadt Stade in anderen Unterkünften untergebracht.

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