Fr., 08.11.2019

Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer spricht von sehr deutlichen Hinweisen Missbrauchsfall: Verdächtige sollen Kinder getauscht haben

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) gibt im Innenministerium ein Statement zum Missbrauchsfall in Bergisch Gladbach ab.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) gibt im Innenministerium ein Statement zum Missbrauchsfall in Bergisch Gladbach ab. Foto: dpa

Köln/Bergisch Gladbach  (dpa). Der Kindesmissbrauchsfalls von Bergisch Gladbach nimmt immer dramatischere Dimensionen an: Zwei der mutmaßlichen Täter sollen ihre Kinder getauscht haben.

Es gebe »sehr deutliche Hinweise« darauf, »dass sich mindestens zwei der beschuldigten Männer die eigenen Kinder gegenseitig zugeführt haben«, sagte der zuständige Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer dem »Spiegel«. Wie der »Kölner Stadt-Anzeiger« (Freitag) berichtet, geht dies aus Aussagen eines der Verdächtigen hervor.

Inzwischen hätten 153 Beamte sechs namentlich feststehende Tatverdächtige und neun Opfer ermittelt, hatte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag im Düsseldorfer Landtag berichtet. Die Opfer sind demnach zwischen einem und zehn Jahre alt.

Ende Oktober waren bei der Durchsuchung der Wohnung eines der Verdächtigen in Bergisch Gladbach große Datenmengen sichergestellt worden, die unter anderem schweren sexuellen Kindesmissbrauch zeigen sollen. Bei Durchsuchungen in insgesamt neun Wohnungen seien mindestens zehn Terabyte an Daten sichergestellt worden. Die Staatsanwaltschaft Köln hatte bereits von »beweiserheblichem, kinderpornografischem Material« gesprochen. Auf dem Handy eines Festgenommenen habe man etwa Chat-Gruppen gefunden, in denen bis zu 1800 Mitglieder kinderpornografische Inhalte austauschten.

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