Sa., 09.11.2019

Betrieb geht erst weiter, wenn die Ursache gefunden worden ist Experten suchen in Grube Teutschenthal nach Unglücksursache

Bergleute verlassen den Schacht der Grube in Teutschenthal. Bei einer Verpuffung in der Bergbaugrube Teutschenthal (Saalekreis) sind am Freitag zwei Menschen verletzt worden.

Bergleute verlassen den Schacht der Grube in Teutschenthal. Bei einer Verpuffung in der Bergbaugrube Teutschenthal (Saalekreis) sind am Freitag zwei Menschen verletzt worden. Foto: dpa

Teutschenthal (dpa).  Nach der Verpuffung in der Grube Teutschenthal im sachsen-anhaltischen Saalekreis läuft die Ursachensuche weiter. Experten des Landesamts für Geologie und Bergwesen (LAGB) seien das Wochenende über vor Ort, sagte ein Sprecher des für Bergbau zuständigen Wirtschaftsministeriums am Samstag in Magdeburg.

»Der Betrieb in Teutschenthal kann erst weitergehen, wenn die Ursache für die Verpuffung gefunden ist.« Noch ist offen, wann das ist.

Bei der Verpuffung waren ein 24 Jahre alter Mann leicht und ein 44-Jähriger schwer verletzt worden. Sie wurden unmittelbar nach dem Vorfall von der Grubenwehr geborgen. Zudem mussten mehr als 30 Männer mehrere Stunden unter Tage ausharren, bevor sie die Grube unbeschadet verlassen konnten.

LAGB-Experten hatten die Ursachenforschung unmittelbar nach dem Unglück am Freitag in Abstimmung mit dem Betreiberunternehmen aufgenommen. In einer ersten Einschätzung ging das Landesbergamt davon aus, dass sich in einem begrenzten Teil des ehemaligen Kali- und Steinsalzbergwerks Wasserstoff angesammelt und eine Zündquelle für die Verpuffung gesorgt haben könnte.

Die Grube ist seit den 1980er Jahren stillgelegt. Heute werden die Hohlräume mit Material verfüllt, das zum Teil aus Müllverbrennungsanlagen stammt. Darin sei auch Wasserstoff enthalten, hatte der technische Geschäftsführer der Grube, Erik Fillinger, erklärt. Die jetzt laufenden Untersuchungen sollen klären, ob dies tatsächlich die Ursache war.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7052730?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2509831%2F4299039%2F