Fr., 17.01.2020

Schweizer Stadt will ein Zeichen in Sachen Gleichberechtigung setzen Genf führt Verkehrsschilder mit Schwangeren, Alten und Paaren ein

Die Genfer Stadtpräsidentin Sandrine Salerno stellt während einer Pressekonferenz sechs Variationen für die Verkehrsschilder an einem Zebrastreifen vor. Mit den Schildern, auf denen unter anderem Paare, Senioren und (schwangere) Frauen zu sehen sind, will die Stadt ein Zeichen in Sachen Gleichberechtigung setzen. Insgesamt sollen 250 Schilder mit den sechs neuen Variationen aufgehangen werden.

Die Genfer Stadtpräsidentin Sandrine Salerno stellt während einer Pressekonferenz sechs Variationen für die Verkehrsschilder an einem Zebrastreifen vor. Mit den Schildern, auf denen unter anderem Paare, Senioren und (schwangere) Frauen zu sehen sind, will die Stadt ein Zeichen in Sachen Gleichberechtigung setzen. Insgesamt sollen 250 Schilder mit den sechs neuen Variationen aufgehangen werden. Foto: dpa

Genf (dpa). Die Stadt Genf in der Schweiz will mit neuen Verkehrsschildern ein Zeichen in Sachen Gleichberechtigung setzen. Am Donnerstag stellte die Stadt sechs Variationen für die Verkehrsschilder an einem Zebrastreifen vor. Darauf sind unter anderem Paare, Senioren und (schwangere) Frauen zu sehen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur sda handelt es sich um eine Premiere in der Schweiz.

„Die Idee der Feminisierung bestimmter Verkehrszeichen mag anekdotisch erscheinen“, sagte die Genfer Stadtpräsidentin Sandrine Salerno. Es sei jedoch keine Spielerei. Es gehe vielmehr darum, die Entwicklung der Gesellschaft zu zeigen. Historisch betrachtet sei der öffentliche Raum von Männern für Männer gedacht worden. Unter dem Vorwand der Neutralität sei die Beschilderung überwältigend männlich, kritisierte Salerno. „Diese Omnipräsenz verstärkt die Vorstellung, dass einige Menschen, vor allem Frauen, aber auch Minderheiten, dort weniger zu Hause sind als andere.“

Der Austausch von Verkehrsschildern solle das Gefühl der Legitimität für alle im öffentlichen Raum fördern. Insgesamt sollen 250 Schilder mit den sechs neuen Variationen aufgehangen werden. In Genf läuft derzeit zudem ein Projekt zur Feminisierung von Straßennamen.

Kommentare

Geschlechtsbetonte ZebraStreifen zu Genf

Aha, geschlechtslose Zeichen für Leute sind bei feministischem Umdeuten männlicher *Vorwand*. Abstraktes hängt Gleichstellern zu hoch. Was ist bei den neuen Genfer Zebra-Hinweisen genauer? Grenzen sie mit ihren Kleid- & Rockumrissen behoste Frauen aus? Brauchen Fahrer auf andere Leute als die gezeigten nicht achten? Sind auch für verhüllte Muslima besondere Streifen vorgesehen? Und für Leute mit Turban oder Strejmel? Für Kinder, Übergroße, Dicke? Diese geschilderte Vielfalt ist so wirr wie die *geschlechtergerechte* Sprache.

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