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Kein Unterhalt nach Affäre?

Untreue in der Partnerschaft gilt nach wie vor als Tabuthema in unserer Gesellschaft. Es gehört sich nicht, seinen Partner oder seine Partnerin mit jemand anderem zu betrügen. Nicht selten sind Affären und anhaltende Untreue Gründe für eine Trennung oder gar Scheidung. Wichtig ist, dass eine Affäre vor Gericht durchaus gegen den untreuen Partner oder die untreue Partnerin verwendet werden kann. Wichtig ist, dass es verwertbare Beweise gibt, die die Untreue belegen. Hier kann eine Detektei hilfreich sein.

Donnerstag, 23.07.2020, 03:23 Uhr aktualisiert: 29.07.2020, 18:38 Uhr
Specials: Kein Unterhalt nach Affäre?
Foto: Lentz & Co. GmbH

Untreue kommt in den besten Familien vor

Affären innerhalb einer monogamen Beziehung sind keine Seltenheit. Statistisch gesehen gehen rund die Hälfte aller Männer und Frauen in ihrem Leben mindestens einmal fremd. Selbst prominente Paare sind vor Affären nicht geschützt, wie das Promi-Ehepaar Jada und Will Smith erst vor Kurzem zugab. Grundsätzlich bedeutet eine Affäre stets eine schwierige Zeit für das Ehepaar. Es sieht sich mit existenziellen Fragen konfrontiert: Ist es möglich, die eigene Beziehung weiterzuführen? Kann eine Therapie helfen? Ist die Trennung der einzig mögliche Ausweg? Oft ist dabei weniger der außereheliche Geschlechtsverkehr das Problem, sondern der Vertrauensbruch. Es fällt dem betrogenen Partner schwer, dem anderen zu glauben und ihm wieder zu vertrauen. Eine große Schwierigkeit ist dabei, dass der betrügende Partner selten freiwillig zugibt, eine Affäre zu haben. Oft kommt der Betrug zufällig oder aufgrund eines ersten Verdachtsmoments heraus. Nicht zuletzt daran scheitern Beziehungen immer wieder.

Ein Detektiv kann Licht ins Dunkel bringen

Wer sich sorgt, dass der eigene Partner oder die Partnerin eine Affäre hat, kann einen Privatdetektiv beauftragen. Dieser kann herausfinden, ob der (Ex-)Partner tatsächlich eine „außereheliche Beziehung“ unterhält oder anderweitig außerhalb der Ehe Geschlechtsverkehr hat. In besonders schlimmen Fällen gibt es gar eine Zweitfamilie! Nur ein ausgebildeter Detektiv ist in der Lage, rechtssichere Beweise zu erarbeiten, die das untreue Verhalten des Partners oder der Partnerin nachweisen können. Dabei kann es sich um Fotos, Videomaterial oder andere Beweismittel handeln, dennDer Nachweis einer fortgesetzten ehelichen Untreue durch eine Detektei kann nämlich unter Umständen einen sogenannten ‚Unterhaltsverwirkungstatbestand‘ darstellen, urteilten verschiedene Gerichte, u.a. das OLG Hamm am 26.03.2012 (AZ: II – 8 UF 109/10).

Wichtig ist, eine professionelle Detektei zu beauftragen , die sauber und ohne großes Aufsehen arbeitet. Denn letztendlich geht es bei den Verdächtigungen nicht selten um die Frage: Trennung oder nicht?

Bei Scheidung besteht kein Unterhaltsanspruch mehr

Interessant ist, dass bei einer Scheidung vorangegangene Affären einen großen Unterschied machen können. Generell handelt es sich bei Ehebruch natürlich nicht um eine Straftat. Derjenige, der seinen Partner oder seine Partnerin betrügt, hat also nicht direkt „Schuld“ an der Scheidung. Allerdings zählt Untreue nach wie vor zu schuldhaftem Verhalten in der Ehe. Der betrügende Part bricht das Treuegelöbnis und sorgt so dafür, dass die Ehe zerrüttet ist. Erst dann, wenn eine Lösung der Probleme nicht mehr zu erwarten ist, wird eine Scheidung durchgeführt. Dafür ist unter anderem das klassische Trennungsjahr ein Indiz.

Wer also seinen Partner oder seine Partnerin in der Ehe dauerhaft oder wiederholt betrügt, verwirkt damit unter Umständen seine Ansprüche. Dabei geht es sowohl um Unterhaltsansprüche als auch Sorgerechtsansprüche an gemeinsame Kinder. Das Oberlandesgericht Zweibrücken hat mit seinem Urteil vom 07. November 2008 hier eine klare Rechtslage geschaffen: Unterhaltsansprüche seien dann verwirkt, wenn das Verhalten des begehrenden Ehegatten in sich widersprüchlich sei. Dazu gehöre der Fall, wenn der Ehegatte sich von ehelichen Bindungen, etwa durch Affären, löse aber gleichzeitig Unterhalt begehrt. In solchen Fällen steht dem betrügenden Partner kein Unterhalt mehr zu.

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Ein professioneller Detektiv kann hochwertige Beweismittel anfertigen, um die Untreue eines Ehegatten nachzuweisen. Diese halten auch einer Gerichtsverhandlung stand. Foto: Pixabay

Wichtig: Verwertbare Beweise!

Um eine klare Rechtsprechung im Einzelfall zu erhalte, sind Beweise natürlich unabdingbar. Denn in jedem Einzelfall entscheidet der jeweilige Richter darüber, ob das Fremdgehen ein schwerwiegendes Fehlverhalten darstellt oder nicht. Hier ist eine professionelle Detektei wieder von enormer Bedeutung. Denn ein Detektiv, der bereits seit einer Weile gegen den betrügenden Ehegatten ermittelt, kann Beweismittel liefern, die vor Gericht verwertbar sind. Sie halten auch komplizierten Sachverhalten stand und können eindeutig zur Überführung genutzt werden.

 Private Indizien wie SMS- oder Chatverläufe oder unklare Fotos hingegen haben vor Gericht keinen Wert und können dafür sorgen, dass das Verfahren unnötig in die Länge gezogen wird. Hier ist es also durchaus sinnvoll, vorab das Geld in einen erfahrenen Detektiv zu investieren, der den Sachverhalt aufklären kann.

 

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Kinder sind indirekt ebenfalls von der Untreue eines Elternteils betroffen, beispielsweise, wenn es um Sorgerechtsfragen geht. Foto: Pixabay

Kinder sind von den Folgen auch betroffen

Während die Ansprüche des betrügenden Ehepartners mit dem Ehebruch zum Teil komplett entfallen, gilt das für Kinder selbstverständlich nicht. Der Unterhalt, der Kindern zusteht, wird in jedem Fall anhand der Düsseldorfer Tabelle berechnet. Hier sind Kindesalter und das Einkommen des zu Unterhalt verpflichteten Elternteils ausschlaggebend. Allerdings gibt es dennoch Folgen für die Kinder, wenn es auf Grund von Partnerbetrug zu einer Scheidung kommt.

Der Ehepartner, der eine Affäre hatte, verwirkt möglicherweise seine Umgangs- und Sorgerechte an seinem Kind. Nach Paragraph 1671 des BGB kann ein Elternteil vor dem Familiengericht das alleinige Sorgerecht beantragen. Hier wird, wenn der andere Elternteil nicht zustimmt, generell zum Wohl des Kindes entschieden. Oft ist ein Gutachter mit der Aufgabe betraut, herauszufinden, welche Entscheidung das Kindeswohl am ehesten berücksichtigt. Kommt es aufgrund eines Partnerbetrugs zur Scheidung, kann es sein, dass das Gericht eher zugunsten des betrogenen Elternteils entscheidet. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn der Partner, der die Affäre hatte, sogar Kinder außerhalb der Ehe gezeugt hat. Viele Familiengerichte sehen das Kindeswohl eher bei dem Elternteil geschützt, der seinen Partner oder seine Partnerin nicht betrogen hat.

Selbst bei einem ungenauen Anfangsverdacht macht es also Sinn, einen Detektiv zu beauftragen, der ermittelt, ob der Partner oder die Partnerin fremdgeht. So lassen sich hochwertige und gerichtsverwertbare Beweise sammeln, die in einem Scheidungs- und Sorgerechtsverfahren den Ausschlag geben können. Ehepartner, die Angst haben, bei einer Scheidung zu Unterhalt verpflichtet zu werden, obwohl sie sich als Opfer betrachten, können in solchen Fällen oft aufatmen. Umso einfacher fällt die Entscheidung, den Partner mit den Informationen zu konfrontieren.

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