Leben
Heike Makatsch: Der Gedanke an den Tod wird stärker

Die Schauspielerin setzt sich nicht nur im Film, sondern auch privat mit der Sterblichkeit auseinander.

Montag, 28.09.2020, 09:58 Uhr aktualisiert: 28.09.2020, 10:04 Uhr
Die Schauspielerin Heike Makatsch denkt zunehmend über den Tod nach.
Die Schauspielerin Heike Makatsch denkt zunehmend über den Tod nach. Foto: Jörg Carstensen

Augsburg/Berlin (dpa) - Die Schauspielerin Heike Makatsch (49) setzt sich zunehmend mit dem Thema Tod auseinander. Sie werde nicht jünger - und die Menschen um sie herum ebenso wenig, sagte Makatsch, die aus Düsseldorf stammt, der Zeitung «Augsburger Allgemeine» (Montag).

«Das heißt, der Gedanke an den Tod wird stärker, und wenn das Ganze noch ein bisschen anzieht, werde ich mich noch mehr damit beschäftigen.» Bislang habe sie noch keine Menschen verloren, die ihr wirklich sehr nahe standen, auch ihre Eltern lebten noch, erzählte Makatsch. Bei ihnen setze sie manchmal eine Unsterblichkeit voraus. «Im Herzen ist dieses Gefühl immer noch ganz stark.»

Über die Frage, ob es nach dem Tod irgendwie weitergehen könne, sagte Makatsch, sie öffne sich immer mehr dem Gedanken, dass es einen größeren Kreislauf gibt als den, den wir im Hier und Jetzt verstehen. «Ich glaube jedenfalls nicht daran, dass man als Wesen mit seinen eigenen Gedanken oder Gefühlswelt oben an der Decke sitzt und auf die Welt herunterguckt.»

In ihrem neuen Film «Gott, du kannst ein Arsch sein!» spielt Makatsch die Mutter von Steffi, die erfährt, dass sie schwer krank ist und nur noch kurze Zeit zu leben hat. Der Film beruht auf einer wahren Geschichte und läuft am 1. Oktober in den deutschen Kinos an.

© dpa-infocom, dpa:200928-99-737628/2

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7606206?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2509831%2F4299039%2F
Anklage fordert zehn Jahre Haft
Seit Dezember müssen sich Ismet A. (32, vorne) und sein Bruder Ferhan (34) vor der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts Bielefeld verantworten. Die Staatsanwaltschaft will sie für zehn beziehungsweise neuneinhalb Jahre hinter Gittern sehen. Foto: David Inderlied
Nachrichten-Ticker