Mi., 19.09.2018

Hintergrund Gipfel-Ergebnisse: Atomstätte, Inspekteure und Olympia

Südkoreas Präsident Moon Jae In (l) und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un fahren durch Pjöngjang.

Südkoreas Präsident Moon Jae In (l) und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un fahren durch Pjöngjang. Foto: -

Von dpa

Pjöngjang (dpa) - Auf dem Gipfel zwischen Südkoreas Präsident Moon Jae In und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un gab es am Mittwoch in Pjöngjang eine Reihe von Vereinbarungen und Absichtserklärungen:

Atomkomplex - Kim bietet den USA nach südkoreanischen Angaben die Demontage seiner wichtigsten Atomeinrichtung Yongbyon an. Er erwartet dafür aber im Gegenzug «entsprechende Maßnahmen» der USA.

Raketenanlage - Die nordkoreanische Raketentestanlage in Sohae an der Westküste wird Nordkorea weiter abbauen. Dafür will Kim internationale Inspekteure ins Land lassen.

Abrüstung - Die Bemühungen, die koreanische Halbinsel von Atomwaffen zu befreien, sollen verstärkt werden. Der von den USA geforderte Abbau des Atomwaffen- und Raketenarsenals Nordkoreas wurde nicht erwähnt.

Gipfel - Kim will «bald» nach Seoul zu einem weiteren Gipfel mit Moon reisen. Es wäre der erste Besuch eines nordkoreanischen Machthabers in der südkoreanischen Hauptstadt.

Entspannung - Die Streitkräfte beider Seiten richten Puffer- und Flugverbotszonen nahe der Grenze und im Gelben Meer ein, um militärische Zwischenfälle zu vermeiden.

Militärübungen - Schießübungen und Manöver nahe der streng bewachten Demarkationslinie, die jeweils auf den anderen Nachbarn zielen, sollen ausgesetzt werden.

Olympia - Beide Koreas wollen an einer gemeinsamen Bewerbung für die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2032 arbeiten. Schon bei den jüngsten Winterspielen in Südkorea gab es gemeinsame Mannschaften.

Kooperation - Moon hofft, dass die gestoppten Kooperationsprojekte für Touristen am Berg Kumgang und in der Industriezone Kaesong wieder aufgenommen werden. Dafür müssten aber Sanktionen gelockert werden.

Verbindungen - Beide Seiten wollen innerhalb eines Jahres damit beginnen, an der Grenze Straßen und Eisenbahnstrecken zu bauen oder zu reparieren. Es zielt auf eventuellen Grenzverkehr in der Zukunft.

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