Di., 13.11.2018

Dokumentation Was Merkel für Europa will: Einigkeit, Solidarität, Armee

Bei ihrer Rede zur Zukunft Europas wurde Angela Merkel immer wieder von Buhrufen rechtsstehender Abgeordneter unterbrochen.

Bei ihrer Rede zur Zukunft Europas wurde Angela Merkel immer wieder von Buhrufen rechtsstehender Abgeordneter unterbrochen. Foto: Jean-Francois Badias

Von dpa

Straßburg (dpa) - In ihrer Rede vor dem Europaparlament hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag ihre Vorstellung für die Zukunft der EU vorgestellt. Ein Überblick in Zitaten.

- Zur Notwendigkeit des Zusammenhalts in der EU:

«Wir brauchen mehr denn je das Verständnis, dass Toleranz die Seele Europas ist.»

«Europa kann seiner Stimme nur Gehör verschaffen, wenn es geeint auftritt. Das heißt, dass Solidarität immer auch bedeutet, nationale Egoismen zu überwinden.»

«Ich bin überzeugt: Europa ist unsere beste Chance auf dauerhaften Frieden, dauerhaften Wohlstand, auf eine sichere Zukunft.»

«Die Zeiten, in denen wir uns vorbehaltlos auf andere verlassen konnten, die sind eben vorbei. Das heißt, dass wir Europäer unser Schicksal stärker in die eigene Hand nehmen müssen, wenn wir überleben wollen als Gemeinschaft.»

- Zur möglichen Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Armee:

«Wir sollten an der Vision arbeiten, eines Tages auch eine echte europäische Armee zu schaffen.»

«Jean-Claude Juncker hat schon vor vier Jahren gesagt: Eine gemeinsame europäische Armee würde der Welt zeigen, dass es zwischen den europäischen Ländern nie wieder Krieg gibt.»

«Das ist keine Armee gegen die Nato. Ich bitte Sie. Das kann eine gute Ergänzung zur Nato sein. Kein Mensch möchte klassische Verbindungen infrage stellen.»

- Zu Protestrufen aus dem Parlament:

«Ich lasse mich doch nicht irritieren. Ich freue mich daran. Ich komme auch aus dem Parlament.»

- Zur wirtschaftlichen Stabilität der EU:

«Europäische Solidarität und Eigenverantwortung sind immer zwei Seiten ein- und derselben Medaille.»

- Zur Migrationspolitik der EU-Länder:

«In der Frage von Flucht und Migration ist Europa noch nicht so geeint, wie ich mir das wünschen würde.»

- Zu nationalistischen Tendenzen in Europa:

«Nationalismus und Egoismus dürfen nie wieder eine Chance in Europa haben, sondern Toleranz und Solidarität sind unsere gemeinsame Zukunft. Es lohnt sich allemal, sich dafür zu mühen.»

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