Sonderveröffentlichung

eine Aufgabe, die Freude bereitet
Ehrenamt in Deutschland

In Deutschland kann das Ehrenamt auf eine lange Tradition stolz sein. Der Ritterliche Orden legte bereits im 11. Jahrhundert den Grundstein für ehrenamtliche Tätigkeiten, indem er sich für die Versorgung Kranker einsetzte. Nach diesem Vorbild entstanden später die Johanniter und die Malteser. Im 19. Jahrhundert wurde diese Tradition in der Preußischen Städteordnung festgehalten. Das Ehrenamt konnte sich fortan fest in der deutschen Gesellschaft etablieren. Von ihrer Bedeutung hat die Freiwilligenarbeit bis heute nichts eingebüßt.

Freitag, 30.04.2021, 08:13 Uhr aktualisiert: 30.04.2021, 08:18 Uhr
eine Aufgabe, die Freude bereitet: Ehrenamt in Deutschland
Foto: Pixabay

Freiwilligenarbeit und ihre wachsende Bedeutung

In den letzten Jahren ist die Zahl derjenigen, die ehrenamtlich tätig sind und auf freiwilliger Basis Gutes tun, kontinuierlich gestiegen. Diese Entwicklung ist erfreulich und wichtig. Das ändert nichts an der Tatsache, dass nach wie vor ein hoher Bedarf an Freiwilligen besteht. Es gibt viele Gründe für diesen Engpass. Einer davon besteht in den steigenden Lebenshaltungskosten und der damit verbundenen schwierigen finanziellen Situation für viele Menschen. Gäbe es solche gemeinnützigen Organisationen wie die Tafel nicht, könnten diese Familien nicht genug Lebensmittel kaufen. Ohne die Arbeit der freiwilligen Helfer könnten auch keine Tierheime und Sportvereine bestehen. Mehr über Ehrenamt in Deutschland kann man im dem kostenlosen eBook „Leidenschaft, Mitgefühl und Selbstlosigkeit“ erfahren.

Gutes tun mit dem Ehrenamt

Menschen, die ehrenamtlich tätig sind, wollen nicht nur andere mit Lebensmitteln, Kleidung und anderen lebensnotwendigen Dingen versorgen. Im Vordergrund steht auch der persönliche Kontakt, der im immer unpersönlicher werdenden Alltag häufig auf der Strecke bleibt. Der Zusammenhalt in der Gesellschaft wird durch die Freiwilligenarbeit gestärkt. Bedürftige Personen werden nicht ausgegrenzt. Ehrenamtliche Helfer können sich einbringen, indem sie ihre persönlichen Stärken und Interessen mit einer sinnvollen Tätigkeit zum Ausdruck bringen.

Einstieg in das Ehrenamt – so klappt’s

Wer mit der Freiwilligenarbeit erfolgreich sein möchte , sollte die eigene Person realistisch einschätzen können und sich gut vorbereiten. Immerhin ist die körperliche und seelische Herausforderung durch das Ehrenamt nicht zu vergessen. Wer in das Ehrenamt einsteigen möchte, sollte sich zuvor überlegen, wie viel Zeit er dafür investieren möchte. Schließlich darf die hauptberufliche Tätigkeit durch die Freiwilligenarbeit nicht leiden.

Erst wenn diese Fragen geklärt sind, sollte der bevorzugte Bereich ausgewählt werden. Es gibt viele Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren. Das kann beispielsweise eine Tätigkeit als Vorlesepate für Kinder, eine Schiedsrichtertätigkeit in einem Sportverein oder die aktive Hilfe bei Artenschutzprojekten sein. Das Ehrenamt macht den meisten Spaß, wenn es den persönlichen Interessen entspricht. Anderenfalls würde schon nach kurzer Zeit die Motivation sinken. Die Tätigkeit würde schnell zu einer Verpflichtung avancieren, während das freiwillige Engagement auf der Strecke bleibt. Von einem solchen Umstand profitiert der freiwillig Tätige ebenso wenig wie die zu betreuenden Personen.

Wer sich gemeinnützig engagieren möchte, sollte sich zuvor mit den Rahmenbedingungen vertraut machen. Diejenigen, die eine Bezahlung erwarten, sind mit dem Ehrenamt an der falschen Adresse. Viel mehr als die materielle Entlohnung zählen die zwischenmenschlichen Werte. Ein herzliches „Danke“, Fröhlichkeit im Kreis der Vereinskollegen oder strahlende Kinderaugen sind der schönste Lohn für das Ehrenamt.

Fazit

In Deutschland kann die Freiwilligenarbeit den Zusammenhalt in der Gesellschaft stärken und Versorgungslücken schließen. Vereine werden durch engagierte ehrenamtliche Helfer am Leben gehalten. Personen, die am Rand der Gesellschaft stehen, bekommen mit den Ehrenamtlern wichtige Ansprechpartner. Das Ehrenamt bietet mit der Wahl des geeigneten Einsatzgebiets auch viele Vorteile für die Helfer. Es gibt keine monetäre Bezahlung, doch Anerkennung und Dankbarkeit sind der beste Lohn. Nichts geht bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit ohne Herz.

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