NRW-Ministerpräsident Laschet moniert hohe Honorare bei ARD und ZDF
Kritikfähigkeit des WDR gefordert

Düsseldorf  (WB). NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) verteidigt WDR-­Intendant Tom Buhrow gegen die Kritik seiner Mitarbeiter wegen des Umgangs mit dem »Umweltsau«-Video .

Samstag, 11.01.2020, 04:30 Uhr aktualisiert: 11.01.2020, 05:01 Uhr
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat WDR-Intendant Tom Buhrow verteidigt. Foto: dpa
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat WDR-Intendant Tom Buhrow verteidigt. Foto: dpa

Mit der Entschuldigung für das Satirelied des WDR-Kinderchors habe Buhrow »im Interesse des Senders, seiner Mitarbeiter und deren Arbeitsplätze gehandelt«, sagte Laschet dem „Spiegel“. Er gab zu bedenken: »Es kann nicht sein, dass Sie in Deutschland alles kritisieren dürfen, vom Papst abwärts – nur nicht die Beiträge des Westdeutschen Rundfunks.«

Die gesamte Medienlandschaft stehe unter wirtschaftlichem Druck, so Laschet weiter. »Die einzigen, die da eine privilegierte Stellung haben, sind die Redakteure im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Jüngste Gutachten im Zuge der Beitragsdebatte bescheinigen ihnen überdurchschnittliche Gehälter.« Auch gebe es für öffentlich-rechtliche Medien keinen Erfolgsdruck: »Alles ist staatlich garantiert, egal, ob es einer schaut oder nicht: Der Sender sendet.« Deshalb erwarte Laschet »dass diese Sender kritikfähig sind, wenn jemand sagt: Diese Instrumentalisierung des Kinderchors für eine Idee eines Redakteurs war daneben«.

Nach Ansicht des NRW-Ministerpräsidenten muss sich »bei den Strukturen« der Rundfunkanstalten »einiges ändern«, etwa bei den Pensionen – »die waren in der Vergangenheit zu großzügig«. Er appellierte im „Spiegel“ auch an die Sender, »behutsamer und sparsamer« zu sein bei Sportlizenzen: »Die Summen, die da gezahlt werden, sind absurd. Auch die Honorare für die Moderation von Samstagabendshows erscheinen teilweise zu hoch.«

 

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