Sonderveröffentlichung

Di., 25.02.2020

Kultur Nachhaltigkeit wird auch in Unternehmen zum Thema

Obst unverpackt in einer Obstschale anzubieten, lässt sich leicht umsetzen. Bei der Umstellung auf Glasflaschen (anstatt Plastikflaschen) und großformatige Zucker- und Milchpackungen ist ein größeres Maß an Umdenken nötig.

Obst unverpackt in einer Obstschale anzubieten, lässt sich leicht umsetzen. Bei der Umstellung auf Glasflaschen (anstatt Plastikflaschen) und großformatige Zucker- und Milchpackungen ist ein größeres Maß an Umdenken nötig. Foto: pixabay.com © PIRO4D

Der aktive Umweltschutz kann nicht nur für Privatpersonen ein Thema sein. Auch Unternehmen aus der Region und ganz Deutschland sind dazu aufgerufen, sich nachhaltiger aufzustellen. 

Kulturstaatsministerin Monika Grütters nimmt in diesem Zusammenhang die Filmbranche in die Verantwortung und kreierte das Schlagwort „ Green Shooting“, Umweltschützer forderten ein Umdenken der  Süßwarenindustrie – und zwar hin zu weniger Plastik bei Verpackungen. An welchen Stellschrauben Unternehmen drehen können, um mehr Nachhaltigkeit zu leben, verraten diese Tipps.

Kostenlose Snacks ja, Verpackung nein

In vielen Unternehmen locken die Chefs mit kostenlosen Leckereien in Form von Obst, Snacks, Getränken oder Kaffee. Erlaubt ist das natürlich, allerdings sollten dabei einige Spielregeln beachtet werden, damit die gute Tat nicht unter einem Müllberg verschwindet.

  • Unverpackte Snacks sind eine gute Wahl. Bei Obst funktioniert das besonders gut, denn dieser gesunde Snack muss nicht extra verpackt werden, sondern lässt sich auch in einem Obstkorb hübsch anrichten. Soll es etwas Süßes geben, sind unverpackte Waren (beispielsweise süße Teilchen vom Bäcker) die bessere Wahl als Kekse, die womöglich noch einzeln abgepackt sind.
  • Getränke, die auf Unternehmenskosten angeboten werden, sollten ausschließlich aus Glasflaschen stammen, die die Umwelt deutlich weniger belasten als Plastikflaschen.
  • Kaffee, der „for free“ aus der Kanne kommt, sollte nicht aus einer Kapsel-Maschine stammen, sondern im Idealfall aus einem Vollautomat, der die Bohnen frisch mahlt. Der Kaffee darf dann natürlich ausschließlich in eine „echte“ Tasse fließen – Papp- oder gar Plastikbecher sind in der Unternehmensküche ein No-Go.
  • Milch und Zucker, die für viele Menschen zum Kaffee dazugehören, sollten in Großverpackungen bereitgestellt werden. Das heißt: Milch gibt’s aus der 1-Liter-Glas-Flasche und Zucker aus dem Pappkarton mit Streu- oder Würfelzucker. Einzelverpackungen sind hingegen kontraproduktiv.

Um den Gedanken der Nachhaltigkeit bereits zuhause in den Köpfen der Mitarbeiter verankern zu können, gibt’s Lunchboxen aus Edelstahl oder Snackboxen aus Zuckerrohr. Diese werden bereits zuhause mit den passenden Leckereien bestückt werden. Wer beim Lieferservice ordert, sollte auf Pappkartons zum Transport achten – anstatt auf Plastik.

Holz und Kork am Fahrradreifen sind mindestens ein so ungewohnter Anblick wie Kugelschreiber und Notizbücher mit Kork. Nachhaltiger als die Plastikvarianten sind sie jedoch allemal. Foto: pixabay.com © Rollstein

Nachhaltige Werbemittel liegen voll im Trend

Wer Nachhaltigkeit als Statement im Unternehmen verankern und auch nach außen tragen möchte, der muss auch in puncto Werbemittel umdenken. Angebote gibt es zuhauf, schließlich macht der Nachhaltigkeitstrend auch vor Werbeartikelherstellern nicht halt. Diese Optionen sind denkbar:

  • Anstatt Plastikkugelschreiber umweltfreundliche Kugelschreiber zu verschenken, ist nicht nur einfach, sondern auch recht ansehnlich. So gibt es in der Kategorie der nachhaltigen Kugelschreiber häufig Holzkugelschreiber oder Korkkugelschreiber, die weitestgehend auf Plastik verzichten. Selbst hochwertige Werbemittel rund um den Kugelschreiber gibt es in der nachhaltigen Form – wie beispielsweise Holzkugelschreiber im edlen Etui.
  • In der Rubrik der typischen Messe-Give-aways lassen sich weitere natürliche Komponenten ausfindig machen – wie etwa Baumwolltaschen oder -rucksäcke mit Korkanteil, Thermobecker aus Kork sowie Modelle aus Porzellan oder Bambusfaser, die nur auf den ersten Blick aussehen wie Coffee-to-go-Becher. Sogar ganze Werbe-Artikel-Sets mit Schlüsselanhängern, Post-its im Korkspender und Korkkugelschreibern werden angeboten, die es Unternehmern vergleichsweise einfach machen, nachhaltige Werbemittel an die Kunden zu bringen und damit auch eine Aussage für den Umweltschutz zu platzieren.

Nachhaltigkeit im Büro bedeutet auch, stets darüber nachzudenken, ob ein Ausdruck wirklich nötig ist. Jede Seite, die nicht gedruckt wird, spart Ressourcen, Geld und sogar Zeit. Foto: pixabay.com © stevepb

Büroausstattung der nachhaltigen Art. So geht’s

Möglichkeiten gibt es viele – man muss sie nur kennen und nutzen. Nach diesem Prinzip verfährt die Branche aktuell in puncto Büroausstattung. Ein Manager trägt in seinem Koffer aus Naturmaterialien natürlich ein Visitenkartenetui aus Kork und verstaut seine Stifte bei Bedarf in einem Federmäppchen aus Kork. Das Notizbuch hat einen Korkeinband. Das Schlüsselband ist aus Kork oder Baumwolle. Haftnotizzettel kleben ebenfalls auf Kork. Auf dem Schreibtisch steht eine Zettelbox aus Holz (anstatt aus Plastik). Selbst die Powerbank gibt es mittlerweile im ganz natürlichen Holz-Look.

Ein Umdenken sollte auch bei der täglichen Arbeit erfolgen. So ist es zwar inhaltlich richtig, auf jeder E-Mail darauf hinzuweisen, dass die E-Mail besser nicht gedruckt wird – um Kosten, Ressourcen und die Umwelt zu schonen –, allerdings sieht die Realität oftmals noch anders aus und die Idee vom papierlosen Büro ist noch nicht in den Köpfen der Mitarbeiter verankert. Gebetsmühlenartig sollten diese Tipps an die Mitarbeiter herangetragen werden – um den Papierverbrauch im Unternehmen nachhaltig zu senken:

  • Als Papier und Tinte noch nahezu unerschwinglich teuer waren, wurde über jede ausgedruckte Seite nachgedacht. Das ist heute nicht mehr so – sollte aber besser wieder so in die Köpfe zurückkehren. Die Idee, zweimal nachzudenken, ob wirklich etwas ausgedruckt, vom Drucker geholt und anschließend abgelegt werden muss – was Kosten, Ressourcen und Zeit frisst – sollte täglich allgegenwärtig sein.
  • Wer drucken muss, tut gut daran, doppelseitig zu drucken. Das könnte die Hälfte an Papier sparen. Nur die Passagen zu drucken, die auch wirklich in gedruckter Form benötigt werden, wäre eine weitere, sinnvolle Sparmaßnahme. Auch der Einsatz von Recycling-Papier hilft dabei, die Umwelt zu schonen, denn während für Recyclingpapier 2,8 Kilo Altpapier nötig sind, braucht es für Frischfaserpapier 7,5 Kilo Holz.
  • Ein Hinweis an Kunden, Lieferanten und Partner zur Papier-Spar-Idee kann dabei helfen, eine Abkehr von Brief und Fax zu bewirken – und eine stärke Nutzung von E-Mails zu bewirken. Und diese müssen letztlich ja nicht ausgedruckt werden.
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