Unfall zwischen Borgloh und Hilter nach Sekundenschlaf des Fahrers (36)?
Gefahrgut-Transporter auf A 33 umgekippt

Osnabrück/Gütersloh (dpa). Die Polizei hat die Autobahn 33 in der Nähe von Osnabrück in Fahrtrichtung Bielefeld am Freitagmorgen voll gesperrt, weil ein mit ätzender Flüssigkeit beladener Lkw-Anhänger umgekippt ist. Unfallursache könnte Sekundenschlaf sein.

Freitag, 05.06.2020, 14:45 Uhr aktualisiert: 05.06.2020, 14:48 Uhr
Zur Bergung des Lkw musste die A33 voll gesperrt werden. Foto: Michael Glatzel
Zur Bergung des Lkw musste die A33 voll gesperrt werden. Foto: Michael Glatzel

Die Feuerwehr war mit rund 100 Einsatzkräften vor Ort und arbeitete an der Beseitigung des gefährlichen Stoffes. Mit zwei Kehrmaschinen der Straßenmeisterei wurden die Fahrbahnen gereinigt.

Der 36-jährige Lkw-Fahrer war mit seinem Sattelzug nach Polizeiangaben gegen 1.40 Uhr zwischen Borgloh und Hilter ins Schlingern geraten. Ersten Erkenntnissen zufolge könnte der Mann aus dem Kreis Gütersloh eingeschlafen und das Lenkrad verissen haben. Er prallte zunächst gegen die rechte Leitplanke, wurde dann wach und prallte mit seinem Fahrzeug gegen die Mittelschutzplanke. Dadurch kippte der Anhänger um und blieb auf der Fahrbahn liegen.

Der Fahrer verletzte sich leicht und wurde ambulant behandelt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Osnabrück wurde sein Führerschein sichergestellt und ein Strafverfahren wegen Gefärdung des Straßenverkehrs eingeleitet.

Wie der Polizeisprecher weiter mitteilte, musste zur Beseitigung der Flüssigkeit auch die Fahrbahn in Richtung Osnabrück gegen 6.30 Uhr vorübergehend gesperrt werden. Durch den Unfall war auf dem Anhänger ein Container mit 900 Litern Gefahrgut (Polyamine/UN 2735) beschädigt worden.

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