Version 13.7
Corona-App: Fehler in iOS kann Risikobewertung verfälschen

Für die Corona-Warn-App hatte Apple eigens die technische Schnittstelle deutlich verbessert. Bei einigen Nutzern kommt es bei der neusten iOS-Version seither zu irreführenden Angaben.

Freitag, 11.09.2020, 11:29 Uhr
«Unter der am 1. September von Apple veröffentlichten neuen iOS-Version kann es bei einer geringen Zahl von Nutzern zu irreführenden Risiko-Berechnungen kommen», heißt es.
«Unter der am 1. September von Apple veröffentlichten neuen iOS-Version kann es bei einer geringen Zahl von Nutzern zu irreführenden Risiko-Berechnungen kommen», heißt es. Foto: Michael Kappeler

Berlin (dpa) - Nutzer der Corona-Warn-App des Bundes bekommen auf iPhone-Modellen mit der neusten Betriebssystem-Version iOS 13.7 unter Umständen ein höheres Risiko angezeigt, als sie tatsächlich hatten. Darauf haben die Entwickler der App in einem Blogeintrag hingewiesen.

«Unter der am 1. September von Apple veröffentlichten neuen iOS-Version kann es bei einer geringen Zahl von Nutzern zu irreführenden Risiko-Berechnungen kommen.» Das Problem sei im Rahmen von regelmäßigen Tests der App durch die Entwickler entdeckt worden.

Nutzer der Anwendung auf Android-Geräten sowie auf iPhones mit einem älteren iOS (bis einschließlich Version 13.6.1) seien von diesem Fehler nicht betroffen. «Aktuell wird unter Hochdruck gemeinsam mit Apple an einer Lösung gearbeitet, damit auch die betroffenen Nutzer unter iOS 13.7 wieder eine korrekt berechnete Risiko-Ermittlung erhalten.»

Die App, die vom Robert Koch-Institut (RKI) herausgeben wird, wurde mittlerweile über 18 Millionen Mal heruntergeladen. Seit der Veröffentlichung im Juni waren mehrfach Fehler entdeckt und wieder behoben worden. Vor einer Woche hatten die Entwickler der App von SAP und Deutscher Telekom den iPhone-Nutzern noch empfohlen, die aktuellste Betriebssystem-Version 13.7 zu installieren, weil Apple in den vergangenen Wochen die technische Schnittstelle (API) erheblich verbessert habe. Wann Apple ein Update veröffentlichen wird, in dem der nun entdeckte Fehler beseitigt wird, stand am Freitag nicht fest.

© dpa-infocom, dpa:200911-99-516529/3

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